250 000 Euro Bußgelder wegen Schwarzarbeit

Hochsauerlandkreis/Sundern..  Autsch – das tut weh! Die stolze Summe von 36 000 Euro hat die Kreisverwaltung im vergangenen Jahr gegen einen der Schwarzarbeit überführten Metallbauer aus dem Ostkreis verhängt. Neben dieser Rekord-Geldbuße wurde in 45 weiteren ­Fällen zur Kasse gebeten, die Höhe der Strafen beläuft sich auf insgesamt fast 250 000 Euro.

„Fünfstellig“ belangt wurde auch ein Sunderner: Weil er seit mehr als zwei Jahren ohne vorgeschriebene Eintragung in die Handwerksrolle Fahrzeuge repariert ­hatte, muss er nun 12 500 Euro abstottern.

Die Höhe der verhängten Bußgelder ist keineswegs überzogen, denn:

„Illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit sind keine Kavaliersdelikte. Sie vernichten Arbeitsplätze, schließen Unternehmen von fairer Konkurrenz aus und bringen den Staat um Steuern und Sozialversicherungsbeiträge“, heißt es dazu aus Reihen der Kreisverwaltung. Betroffen sei die gesamte Wirtschaft, besonders das Handwerk – auch im Hochsauerlandkreis.

Um das Problem in den Griff zu bekommen, wurde beim Fachdienst Ordnung der Kreisverwaltung eine Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Schwarzarbeit eingerichtet – und zwar bereits im Jahr 2002. Deren Mitarbeiter sind des Öfteren auch im Außendienst tätig – soll heißen; sie führen – teils außerhalb der üblichen Arbeitszeiten – Kontrollen durch. „Damit kommen wir einem großen Wunsch von Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft nach“, erklärt Martin Reuther auf Anfrage dieser Zeitung. Die Kontrolleure der Mescheder Behörde kooperierten dabei mit Zoll und Steuerfahndung, so der Sprecher der Kreisverwaltung weiter. Ihr Zuständigkeitsbereich umfasst das gesamte Kreisgebiet – mit Ausnahme der Stadt Arnsberg, die auf diesem Sektor eigenständig agiert.

Die gemeinsamen Anstrengungen werden im laufenden Jahr fortgesetzt – und haben bereits zu weiteren Fahndungserfolgen geführt.

Fahndungserfolge auch in 2015

Wie Martin Reuther mitteilt, wurden vom Fachdienst Rechts-, Gewerbe- und Vergabeangelegenheiten ganz aktuell in zwei Fällen hohe Bußgelder festgesetzt.

So muss ein Dachdecker aus dem Ostkreis 30 000 Euro Bußgeld zahlen, weil er seine handwerkliche ­Tätigkeit über mehrere Jahre rechtswidrig ausgeübt hat.

Und ein Maurer aus dem Nachbarkreis Waldeck-Frankenberg ist für eine ganze Reihe illegal im Hochsauerland ausgeführte Tätigkeiten zu 20 000 Euro Strafe verdonnert worden.

Diese beiden verhängten Bußgelder sind inzwischen rechtskräftig.