25 Grad Celsius am 25. Mai

Wie die Vormonate war der Mai sonnig und warm, aber ebenfalls zu trocken. Kurzzeitige Störungseinflüsse konnten die Frühlingslaune nicht verderben.

Am 11. Mai wurde die 25-Grad-Schwelle für einen Tag geknackt. Recht frisch zeigten sich dagegen die Frühstunden. Mit 0,9° C, am Erdboden mit minus 0,5° C, war es zu Monatsbeginn am kältesten. Auch um die Zeit der Eisheiligen wurde es morgens mit Werten knapp über dem Gefrierpunkt nochmals recht frisch. Frost trat aber nicht mehr auf.

Besonders markant war das Wettergeschehen am 5. Mai in Deutschland. Im Einflussbereich eines Tiefs über England bildeten sich bei sommerlichen Temperaturen von den Niederlanden her Gewitter mit Sturmböen, örtlich auch mit Hagel, aus denen sich über Nordostdeutschland mindestens zwei bestätigte Tornados entwickelten. Ein Tornado hinterließ in Bützow/Mecklenburg-Vorpommern schwere Schäden.

Unwetterfront

Die weitreichenden Ausläufer dieser Unwetterfront, erfreulicherweise in abgeschwächter Form, zogen auch über Arnsberg hinweg und machten sich noch mit stürmischen Böen von 60 Stundenkilometern (Windstärke 7), aber auch mit einem Temperatursturz von neun Grad innerhalb von drei Stunden bemerkbar. Die Niederschlagsbilanz fiel im Mai mit 36 Litern gegenüber normalerweise 83 Litern pro Quadratmeter sehr bescheiden aus. An keinem Tag im Mai hat es ergiebig geregnet. Kurze Schauer wirkten sich kaum aus.

In der Gesamtschau war das Frühjahr mit durchschnittlich 8,5° C um 0,9 K zu warm, dabei sehr sonnig und vor allem zu trocken.

Während im Norden und besonders im Süden Deutschlands reichlich Regen fiel, litten die Mitte wie auch das Sauerland unter anhaltender Trockenheit. Dabei kam Arnsberg mit 160 Litern Niederschlag nur auf 65 Prozent des Klimawertes von 245 Litern pro Quadratmeter. Seit 2008 war es damit der achte zu trockene Frühling in Folge.