21 900 Tage verheiratet

Sundern..  Das ist kein gewöhnliches Jubiläum: Diamant-Hochzeit feiert am heutigen Freitag, 27. März, das Friseur-Ehepaar Manfred und Hildegard Schmidt von der Mescheder Straße in Sundern.

Sie sind auf den Tag genau seit 21 900 Tagen verheiratet – oder, „überschaubarer gezählt“ – seit 60 Jahren.

Manfred Schmidt wurde in ­Sundern, seine Ehefrau Hildegard in Meschede-Wennemen geboren. 1938 zogen die Eltern des Jubilars nach Eslohe, im elterlichen Friseursalon lernte sich dann das spätere Paar kennen.

Im Jahr 1954 legte Manfred Schmidt seine Meisterprüfung ab, 1955 gründete das junge Ehepaar dann seinen eigenen Salon in ­Sundern, in dem seit dieser Zeit über 50 junge Menschen eine Ausbildung im Friseurberuf erhielten. Ein Jahr später wurde dann geheiratet.

Das war im März 1955 noch passiert

Lange ist es her: Am selben Tag – es war ein Sonntag – fand in der damaligen DDR, in Ost-Berlin, die erste staatliche Jugendweihe als kommunistischer Gegenentwurf zur kirchlicher Konfirmation oder Firmung statt. Im März 1955 war die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten noch ein wichtiges Thema. Die alliierten Dienststellen in Deutschland waren gerade aufgelöst worden, die Besatzungszeit nach dem 2. Weltkrieg endete damit offiziell. In Frankreich absolvierte im März 1955 das erste europäische Überschallflugzeug seinen Erstflug.

Das alles interessierte das frisch verheiratete Paar sicher nur am Rande. Es hatte schon die Familiengründung im Kopf. Das Jubelpaar hat zwei Töchter und einen Sohn. Auch Tochter Susanne und ihre späterer Ehemann erlernten später beide den Friseurberuf und legten am selben Tag ihre Meisterprüfungen ab.

55 Jahre in der Selbstständigkeit

Nach einem unverschuldeten Autounfall im Jahr 1989 konnte Manfred Schmidt seinen Beruf nicht mehr ausüben. 2010 beendet das Ehepaar nach 55 Jahren Selbstständigkeit die berufliche Tätigkeit und setzte sich zur Ruhe.

Drei Generationen Friseure

Die Tradition des Friseurhandwerks findet in dritter Generation mit dem Salon „Haarkultur ­Gördes“ eine Fortsetzung.

Die Kinder und ihre Ehepartner und vier Enkelkinder sowie viele Freunde, Bekannte, Kunden und diese Zeitung gratulieren dem Jubelpaar, das zurzeit nicht im Sauerland weilt, sondern auf Reisen ­gegangen ist.