Sportmuffel reduzieren ihr Fitnessalter
16.02.2010 | 20:34 Uhr 2010-02-16T20:34:00+0100Altena. Deutschland gilt als eines der faulsten und untrainiertesten Völker in Europa. Yvonne Sajewicz, Inhaberin des medizinischen Fitnesstudios TheraGym, will es nun wissen:
Sie hat ihr Studio für die bundesweite Aktion „Wie fit ist Deutschland?” lizensieren lassen und fragt „Wie fit ist Altena?” Dazu sucht sie 100 untrainierte Testpersonen, die ihr persönliches Fitnessalter innerhalb von fünf Wochen reduzieren möchten.
Bundesweit will die Berliner Hochschule für Gesundheit und Sport 10 000 Sportmuffel auf die Probe stellen: Ist es möglich, das individuelle Fitnessalter innerhalb von fünf Wochen um mindestens fünf Jahre zu reduzieren? Werden 60-Jährige genau so schnell fit wie 40-Jährige? Die körperlichen Daten, die Yvonne Sajewicz in einem 90-minütigen Eingangstest ermittelt, gehen per PC direkt an die Berliner Hochschule. Diese gibt allen Teilnehmern ein Passwort für die Homepage www.wie-fit-ist-deutschland.de Während der fünf Aktionswochen können sie dort ihren individuellen Trainingserfolg einsehen. Ausgewertet, so versprechen es die Initiatoren der Studie, werden die Daten allerdings anonym.
Schwachstellen gezielt
zu Leibe rücken
Im Blickfeld der Aktion stehen BMI, Blutdruck, Körperfett, Ausdauer, Kraft der Bauch- und Rückenmuskulatur, Dehnfähigkeit und Koordination. Persönlichen Schwachstellen will das TheraGym-Team mit individuellen Traingsplänen zu Leibe rücken. In der Teilnahmegebühr von 39 Euro sind Eingangs-, Zwischen- und Abschlusstests, Gerätetraining und das komplette Kursangebot des Studios enthalten.
Allerdings: Die bisherigen Sportmuffel müssen Disziplin aufbringen: Zwei Mal Training pro Woche muss sein, um ein repräsentatives Ergebnis zu erhalten. „Sobald ermittelt ist, wie fit Altena ist, können wir den Städtevergleich antreten. NRW tritt dann den Bundeländervergleich an, Deutschland kann sich anschließend mit dem internationalen Ausland messen.”
Aktuell, so weiß Yvonne Sajewicz, sind die Holländer die fittesten Europäer und sie ahnt auch, warum: „Dort herrscht innerhalb der Familien schon eine andere Einstellung zum Sport.” Allerdings: Noch sind längst nicht alle europäischen Länder getestet: „Deutschland kann noch aufholen”, erklärt Yvonne Sajewicz lachend. „Und ich hoffe, dass Altena kräftig dazu beitragen kann!”
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