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Evingser Pfarrer Ernst...

„Nutze den besonderen Augenblick”

16.02.2010 | 22:12 Uhr
„Nutze den besonderen Augenblick”

Evingsen. Pfarrer Ernst Pallmann will's noch mal wissen. Er nimmt das neue Kirchenlied „Vertrau du den Wegen, auf die der Herr uns weist” wörtlich und wechselt die Kirchengemeinde.

Ab dem 1. Januar 2011 ist er Pfarrer der evangelischen Gemeinde Hassel im Kirchenkreis Gelsenkirchen Buer. Heute stellt der Kreissynodalvorstand die Weichen. Von der beruflichen Veränderung hat Pallmann sein Presbyterium Ende Januar informiert.

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Die Berufung ist eine besondere Herausforderung für mich”, sagte gestern Pallmann der WR. In der Lukas-Kirchengemeinde Hassel wartet eine moderne vernetzte Stadtteilarbeit auf den 51-Jährigen. Der innovative Aspekt seiner künftigen Arbeit reizt den Gottesmann sehr.

Noch ist dort Pfarrer Rolf Heinrich in Diensten. Er wird Ernst Pallmann mit der rund 3000-Seelen-Gemeinde vertraut machen. Und mit in dem millionenschweren Modellprojekt. Er war maßgeblich an dem Projekt Stadtteilzentrum Hassel beteiligt. Eine Mensa bildet den Mittelpunkt des Zentrums. Denn gemeinsames Essen stiftet Kommunikation”, hatte Pfarrer Heinrich mal gesagt. Unter einem Dach sollen Freizeit-, Bildungs- und Kulturangebote untergebracht werden, wird die Diakonie ebenso etabliert wie der Bereich Arbeit. Zum Beispiel soll eine Fahrradwerkstatt eingerichtet werden, die Arbeitsplätze in der Region schafft.

Interessante Arbeiten für Ernst Pallmann. Er schaut nämlich gerne mal über den Tellerrand. Seit Jahren mischt er beim Kirchentag mit, bei den letzten beiden in Köln und Bremen organisierte und leitete Pallmann den Kirchplatz Zukunft. Dort werden zukunftsweisende Projekte präsentiert.

Stolz aufs

Familienzentrum

Aufgrund seines Kirchentagsengagemensts wurde Ernst Pallmann auch auf das Projekt in Hassel angesprochen. Schließlich fordert die Arbeiten einen bestimmten Typus von Seelsorger. Auch in Evingsen hat der 51-Jährige seinen Aufgabenbreich weiter gefasst. Besonders stolz ist er auf das Familienzentrum. Er gehörte als Trägervertreter der Steuerungsgruppe hat.

Ernst Pallmann und seine Frau Ulrike werden zunächst in Evingsen im Pfarrhaus wohnen bleiben und erst nach Hassel umziehen, wenn der dortige Pfarrer Ende des Jahres seinen Arbeitsplatz räumt. Am 31. März um 24 Uhr endet für Pallmann seine Evingser Zeit. Vom 1. April bis zum Amtsantritt 2011 wird er den Status eines Landeskirchen-Pfarrers haben.

Pallmann kam 2001 nach Evingsen. Zuvor war er an der Iserlohner Bauernkirche und davor Jugendpfarrer in Unna. Jede Station war gut und etwas Besonderes – so wie auch die kommende. „Es ist keine Flucht, es herrschte keine Unfriede. Ich habe den besonderen Augenblick genutzt”, sagt er. Diesen günstigen Zeitpunkt nennt man Kairos.

Sabine Loos

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