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Burgrock

Kulturausschuss votiert gegen jährlichen Burgrock

23.11.2011 | 20:04 Uhr
Kulturausschuss votiert gegen jährlichen Burgrock
Den letzten Burgrock - hier mit Krypteria - gab es in diesem Jahr. Das alte Konzept ist gestorben. Foto: Fabian Paffendorf

Altena/Märkischer Kreis.Überraschendes Ende der Debatte über den Burgrock: Im Kreiskulturausschuss beerdigten CDU und SPD nicht nur das bisherige Konzept, sondern stellten auch das jährliche Rockkonzert auf der Burg in Frage. Stattdessen könnte es demnächst an wechselnden Orten in Südwestfalen ein Konzert-Finale der besten Nachwuchsbands geben.

Eher beiläufig ließ Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper die Politiker wissen, dass das Finale des von der Verwaltung favorisierten südwestfälischen Nachwuchswettbewerbes nicht zwangsläufig in Altena stattfinden wird. Wenn es einer der Kooperationspartner wünsche, sagte Dienstel-Kümper, werde das Finale demnächst vielleicht „in Siegen oder Schmallenberg“ über die Bühne gehen.

„Das ist kein Ersatz für den Burgrock“, protestierte FDP-Fraktionschef Axel Hoffmann. Die Vorstellung, dass irgendwer für einen Nachwuchswettbewerb quer durch Südwestfalen reist, sei „verwegen“, so der Liberale.

Kritik von UWG und Grünen ignoriert

Umfangreiche Kritik am Beschlussvorschlag der Verwaltung übte auch Reinhard Broich von der UWG. Das Konzept beinhalte „eine Fülle von Potenzialitäten“ und sei überhaupt nicht beschlussfähig, so der Vorwurf. Außerdem seien Einsparungen gegenüber dem bisherigen Konzept „nicht erkennbar“. Dem widersprach die Kreisdirektorin.

Kommentar von Jörg Jung
Konzept wimmelt vor Beliebigkeiten
Konzept wimmelt vor Beliebigkeiten

Rock, Pop, Rockpop – das Konzept der Kreisverwaltung wimmelt vor Beliebigkeiten. „Wir wussten ja auch früher im November nicht, wer wann auftritt“, heißt es – und dabei merkt die Kreisdirektorin nicht einmal, dass genau das eines der Probleme des Burgrock war: Es fehlte jegliche Beständigkeit. Nun also ein Nachwuchswettbewerb, der „Bands wie Luxuslärm“ die Chance bieten soll, auch mal außerhalb des Kreises aufzutreten. Nur so zur Info: Das tun die längst.

Zwar könne sie nicht versprechen, dass das geplante Nachwuchsfestival „plus minus null“ ausgehen wird, doch ein Minus von 15 000 Euro wie in diesem Jahr werde der Kreis sicher nicht erwirtschaften, erklärte Dienstel-Kümper. Der mehrfach wiederholte Appell der Grünen, doch wenigstens ein jährliches Rockkonzert auf der Burg sicherzustellen, wurde von SPD und CDU schlicht ignoriert.

Konzert-Finale an wechselnden Orten denkbar

Ohne darauf auch nur mit einem Wort einzugehen, wurde ein entsprechender Antrag, dem sich auch die Vertreter von FDP, UWG und Linken anschlossen, abgelehnt. Künftig sollen also in regionalen Vorentscheidungen die sechs besten Nachwuchsbands Südwestfalens ermittelt werden, die dann an möglicherweise wechselnden Orten um den Titel „beste Band Südwestfalens“ spielen.

Jörg Jung

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