Kraftakt für neue Jugendräume in der Rahmede
16.01.2008 | 16:50 Uhr 2008-01-16T16:50:00+0100Altena. Praktische Jugendarbeit bei den Sportfreunden Altena: Eine Gruppe von 20 jungen Leuten richtet zurzeit einen eigenen Jugendraum ein, den sie ab April in eigener Regie nutzen können.
Für Marcus Glock, Betreiber des Altenaer Fitness-Treffs, ist das ein Stück ganz konkreter Jugendförderung. Sein Studio übernimmt die Miete für den 80 Quadratmeter großen Raum. Er und andere Erwachsene von den Sportfreunden Altena leiten die jungen Leute bei den Umbau- und Renovierungsarbeiten an. „Anpacken müssen sie selber”, sagt Marcus Glock. Und das tun sie auch. Mit dem erwünschten Effekt. Schritt für Schritt nimmt der Raum Formen an. Dazu kommt: „Die jungen Leute lernen Disziplin”, sagt Glock. „Samstags von 11 bis 17 Uhr so richtig ranzuklotzen, das sind sie so nicht gewöhnt. Anschließend ist mancher so richtig kaputt.” Aber die Anstrengung lohnt sich. Wenn der Raum komplett renoviert und eingerichtet ist, können die jungen Vereinsmitglieder und ihre Freunde hier Partys feiern. Ausgestattet mit Billardtisch, Tischtennisplatte, Dartscheibe, Kickertisch und unterschiedlichen Trainingsmöglichkeiten wie beispielsweise Boxsäcken, bietet der Jugendraum viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Dazu kommt eine Sitzecke. Bei Musik und Brettspielen können sich die Besucher entspannen. „Sie müssen sich aber auch an die Hausordnung halten”, fordert Marcus Glock. Die ist nicht besonders lang. Aber sie enthält zwei wesentliche Punkte. Alkohol ist tabu. Außerdem müssen die jungen Leute nach ihren Aktivitäten ihr kleines Reich picobello aufgeräumt verlassen.
Spenden für Abenteurer
Mit der Zeit soll im Jugendraum der Sportfreunde Altena noch mehr geboten werden. Glock möchte weitere Dinge anschaffen, vom gebrauchten Ruderboot oder Kanu bis zu alten und reparaturbedürftigen Fahrrädern, die er mit den jungen Leuten aufmöbeln möchte, um anschließend Fahrradtouren mit ihnen zu unternehmen. „Wenn wir entsprechende Spenden bekämen, mit dem wir unser kleines Abenteuerprogramm ausbauen könnten, wären wir sehr dankbar.” Wer den Sportfreunden Altena etwas zukommen lassen möchte, kann sich an Marcus Glock wenden. Bälle, Brettspiele oder Zelte sind willkommen. Glock kümmert sich, dass alles abgeholt werden. Dazu hat Glock weitere Pläne. In der Außenanlage soll ein kleines Fußballfeld für acht Spieler angelegt werden. Ein Basketballplatz und eine Grillecke sollen die Sache abrunden. „So könnte das kleine Reich zusammenwachsen, in dem die Jugendlichen lernen, Verantwortung zu übernehmen, Disziplin zu üben und Selbstvertrauen zu tanken”, plant der Fitnesslehrer. Ein Kugelstoßplatz, ein Adventure-Park, in dem die jungen Leute, Kraft, Geschicklichkeit und Ausdauer trainieren könnten... Glock und seine Mitstreiter sind voller Pläne. Er selbst ist von seiner Idee überzeugt und träumt davon, dass die Sportfreunde Altena vielen Jugendlichen aus Altena gute Anstöße zu sinnvoller Freizeitgestaltung geben können.
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