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Kraftakt für die Organspende

04.02.2010 | 06:19 Uhr

Altena. Wenn sich Marcus Glock etwas in den Kopf gesetzt hat, dann kommen seine Schützlinge nicht drum herum: 80 Organspende-Ausweise hat er in den letzten Tagen an seine Kraftsportler gebracht.

16 Altenaer Sportfreunde bereiten sich derzeit auf die Deutschen Meisterschaften vor, die in 13 Wochen starten. Marcus Glock freut sich am meisten über die vielen jungen Gesichter. „Meine Nachwuchsarbeit ist aufgegangen.” Im April bei der Fitnessmesse „Fibo” in Essen wird der Altenaer als Repräsentant für Jugendsport aktiv.

Zu Beginn des Jahres gab es für jeden seiner Schützlinge erst einmal einen Organspendeausweis. Der Trainer hatte die Einladung des NRW-Gesundheitsministeriums und des Landessportbundes aufgegriffen. Er bestellte gleich ein Paket voll Infobroschüren und Spenderausweise und brachte inzwischen 80 Exemplare unters Volk – natürlich nicht ohne Überzeugungsarbeit.

Probleme mit altem Ausweis

Der Dipl.-Sportlehrer hatte selbst einen Spenderausweis der alten Machart, für den sich potenzielle Spender registrieren lassen mussten. Mit denen habe es immer wieder Probleme gegeben, erfuhr Glock beim Landessportbund. Nicht immer war sicher, ob ein Verstorbener noch immer zu seinem vor zig Jahren gegebenen Einverständnis gestanden hat. Die neue Art von Organspendeausweis funktioniert anders. „Ausfüllen, einstecken, fertig”, lautet jetzt die Devise. Wer nach seinem Tod einem anderen Menschen zu neuer Lebensqualität verhelfen will, der braucht bloß den kreditkartengroßen Ausweis ausfüllen und mit sich tragen. Auch Ausnahmen lassen sich darauf festlegen: Beispielsweise, wenn der Spender seine Augen nicht herausnehmen lassen will. Marcus Glock versicherte seinen Gesprächspartnern: „Wenn Du nicht mehr willst, dann kloppst Du die Karte eben in die Tonne.” Und alles ist beim Alten.

„Teamgedanken groß schreiben”

„Weil der Teamgedanke im Sport großgeschrieben wird” richtet sich die Kampagne für den neuen Ausweis gerade an Sportler. Marcus Glock hat noch einige Infobroschüren samt Karten, die man beim im Kraftstudio an der Rahmedestraße abholen oder beim Ministerium bestellen kann.

Christof Hüls

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