Handgeklapper und Jubelschrei
05.08.2011 | 22:40 Uhr 2011-08-05T22:40:00+0200
Altena. Handgeklapper! Handegeklapper! Zum Auftakt des dritten Mitelalterfests gab es viele Anlässe zum Applaudieren. Erster Höhepunkt der drei tollen Tage war gestern das Konzert von Schelmish, der Szenegröße der mittelalterlichen Musikkünste. Für die Musiker nahmen die Fans gern den steilen Burgberg auf sich.
Der Tross der Akteure erreicht neue Größen: 600 Gaukler, Krämer, Mittelalter-Camper, Reiter und anderes Pack haben die Lenneuferpromenade, den Holtzbrinck-Park und den Marktplatz in ein riesiges Mittelalter-Lager verwandelt. Aus der Tschechei, aus Ungarn, Frankreich, aus Nord- und Ostdeutschland sind sie alle nach Altena gekommen. Aus den kleinen Anfängen vor erst zwei Jahren entwickelt sich eine Marke.
15 Castellanis mittendrin
Angeführt von Tamino, dem beliebtesten Gaukler der Stadt, startete am Abend am Markaner der Umzug des einfachen und doch aufwendig gewandeten Volks zur Burg. Erstmals dabei: Die 15 Castellanis, die in diesen Tagen das erste echte Altenaer Heerlager an der Lenneuferstraße beziehen. Hoch zu Ross gaben die Akteure des Mittelalterturniers einen Vorgeschmack auf die Fehden, die heute und morgen auf dem Turnierplatz am Lenneufer ausgetragen werden. Sonne und Wolken waren dem bunten Volke bei ihrem Umzug zum Glück hold. Etwas still zog die doch etwas kleine Schar hoch zur Burg. Dafür standen die Innenstadtbesucher Spalier und staunten über das bunte Volk.
Gaukler Tamino rief im oberen Burghof den Herrn Magistraten zu sich: Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein verkniff sich lange Reden und lud fürs Wochenende in den Burgstollen ein, wo jeweils zwischen 15 und 18 Uhr im 30-Minuten-Takt Führungen stattfinden.
Des Magistraten auserkorenes Burgfräulein, Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper, dankte den federführenden Organisatorinnen Barbara Langos, Martina Handke und Corina Turner für ihren Einsatz. „2009 hatten wir den größten Mittelaltermarkt im Kreis auf die Beine gestellt.
Schelmish liefert furiose Mittelalter-Musikshow
2010 war es der größte von Südwestfalen. Und die Vorschusslorbeeren von 2011 sagen uns diesmal das größte Fest von ganz Westfalen voraus. Hoffen wir, dass uns das wirklich gelingt!“
Das zahlende Volk strömte zunächst zaghaft, dann jedoch immer stärker hoch zur Burg. Die Zahl der Gewandeten ist rapide gestiegen: mal schwarz von Kopf bis Fuß, mal bunt kariert. Barbara Dienstel-Kümper rief schließlich, zum Klang der Böllerschüsse, zur Eröffnung das Fass Freibier aus. Schnell reckten sich die Hände mit Hörnern und Bechern in Richtung Met. Der Magistrat zapfte ein Glas nach dem andern fürs Volk.
Dann gaben Schelmish, die Stars des Tages, einen ersten Vorgeschmack auf den späteren Abend.
Vor dem eigentlichen Konzert kam mit Nostalgos eine junge, aber hoffn ungsvolle Band auf die Bühne, was zeitweise allerdings mehr nach Burgrock als nach Mittelalter-Festival klang.
Nach 21 Uhr setzten Schelmish zu einer furiosen Musikshow an. Danubis von Bergen, DesDemonia, Dextro, Rimsbold von Tiefentann und Picus ließen Sackpfeifen, Flöten, Drehleier, Schalmei, Pauken und mehr ertönen. Kurz nach 20 Uhr hatten 723 zahlende Zuschauer die Security passiert. Tendenz: steigend. Fotostrecke: siehe unten.
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