Großalarm für Feuerwehr durch Sofa-Brand
08.02.2012 | 17:36 Uhr 2012-02-08T17:36:00+0100
Altena. Sirenenalarm im Stadtgebiet: Daraufhin rückten gut 60 Feuerwehrleute aus Altena zum vermeintlichen Großeinsatz zu einem Mehrfamilienhaus in die kleine Forststraße aus.
Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass die Lage weniger dramatisch war als zunächst befürchtet: Glücklicherweise hatte sich „nur“ ein Sofa entzündet. „Alles in Ordnung“ – schon 40 Minuten nach der Alarmierung durch besorgte Nachbarn gab Stadtbrandmeister Alexander Grass Entwarnung.
Entscheidend: In der betroffenen Wohnung hielt sich zum Zeitpunkt des Feuers niemand auf. Die Wehr war allerdings vorsorglich mit einem Großaufgebot ausgerückt, weil sie von einem Wohnungsbrand ausging, bei dem Menschen gerettet werden müssen.
Fahrlässige Brandstiftung wird vermutet
Nachdem ein Erkundungstrupp mit Atemschutz die Wohnung erkundet hatte, wurde das Feuer mit einem C-Rohr schnell gelöscht. Anschließend lüfteten die Wehrleute die Wohnung. In dem Haus in der Forststraße leben ingesamt 23 Bewohner in sechs Wohnungen. Wer zuhause war, wurde während des Feuerwehreinsatzes evakuiert. Zwei Leute – offenbar Angehörige von Bewohnern der verrauchten Wohnung - erlitten einen Schwächeanfall, als sie sich den Brandort anschauten.
Von der Feuerwehr waren der Zug Stadtmitte, der Zug Rahmede/Rosmart/Drescheid, die Haupwache und die Schnelle Eingreifgruppe (SEG) an dem Einsatz am Drescheider Berg beteiligt. Außerdem wurden gerufen: Polizei, Ordnungsamt, Stadtwerke, Bauhof und DRK.
Die Ursache des Feuers konnte schnell geklärt werden: „Unsachgemäße, fahrlässige Brandstiftung“ – heißt es dazu bei der Polizei. Konkret nennt sie in diesem Fall drei Möglichkeiten, durch die das Sofa in Brand geraten ist: durch eine brennende Kerze, eine brennende Zigarette oder weil das Sitzmöbel zu nah an der Heizung stand. Damit die Feuerwehr den Einsatzort über die enge Wiesenstraße schnell erreichen konnte, hatte die Polizei ihr den Weg schnell freigemacht.
Haus gehört Altenaer Baugesellschaft
Das Haus, in dem das Sofa brannte, gehört der Altenaer Baugesellschaft (ABG). Durch den Rauch ist die betroffene Wohnung zunächst unbewohbar, die Bewohner müssen umquartiert werden. „Wir werden die Leute in unserer Gäste-Wohnung unterbringen“, kündigte ABG-Vorstand Joachim Effertz an.
Alle anderen Mieter konnten nach dem Einsatz wieder in ihre Räume zurückkehren. Die letzten Reste des Feuerwehreinsatzes beseitigten die Mitarbeiter des Bauhofes: Sie streuten die Forststraße ab, weil dort ausgelaufenes Löschwasser gefroren war.
0mitdiskutieren