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Weniger Tourismus - Gegen...

Gästebetten seltener gebucht

19.02.2009 | 19:14 Uhr

Altena. 2008 übernachteten weniger Besucher als noch im Jahr davor in der Burgstadt. Während das Land NRW so viele Übernachgäste wie nie zuvor verzeichnet, kann in Altena von „Besucherrekord” bei weitem keine Rede sein.

Der NRW-Landesbetrieb Information und Technik – vormals Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik – zählt für Altena 27 178 Übernachten. Das sind 3838 weniger als noch 2007 (–12,4 %). Die Gäste blieben im Durchschnitt 1,9 Tage. In der Statistik berücksichtigt sind „Beherbergungsbetriebe mit mindestens neun Gästebetten” – in Altena galt diese Maßgabe für neun Betriebe. Diese Tatsache ist auch der Grund, warum Gundula Flusche vom Tourismus- und Verkehrsverein Altena nicht viel von den nackten Zahlen hält. „Ferienwohnungen und kleinere Betriebe, die ganz gut besucht werden, werden nicht berücksichtigt.”

Für die Betreiber der Altenaer Hotels und Gasthöfe sind die Zahlen keine Überraschung. Übereinstimmend nennen sie die Auswirkungen der Wirtschaftskrise als Grund für den Negativtrend.

„So etwas habe ich noch nicht erlebt”, sagt Karl-Friedrich Spelsberg, Chef des gleichnamigen Gasthofes mit 24 Betten. Nach überdurchschnittlich guten Monaten registrierte er gegen Ende des vergangenen Jahres einen „massiven Einbruch” der Übernachtungszahlen. „Dieser Trend hat sich im Januar und Februar leider fortgesetzt”, so Spelsberg. Der Betrieb in Großendrescheid lebe von Leuten, die geschäftlich in der Burgstadt zu tun haben, „aber die müssen jetzt in ihren Büros sitzen bleiben”.

Auch das Hotel Am Markt ist nicht von der Wirtschaftskrise verschont geblieben. „Die Situation ist niederschmetternd”, sagt Betreiberin Kadica Bacevic. Monteure, die für eine Woche bei ihr gebucht haben, reisten oft schon nach zwei Tagen ab, weil die Arbeit erledigt sei. „Und die Zahl der echten Touristen war eher gering”, so Bacevic.

Reinhold Thun, Chef des Hotel-Restaurants Alte Linden in Dahle, verzeichnete ebenfalls vor allem im November und Dezember einen starken Rückgang. „Das sind normal unsere besten Monate.”

Auch der Rückgang der Übernachtungszahlen in der Jugendherberge der Burg Altena bedingt durch die Sanierung der Burgmauern und -höfe dürfte die Statistik zusätzlich drücken. Allein hier fielen 932 Übernachtungen weg.

Von den insgesamt 14 404 Übernachtungsgästen (–10,7 %) kamen übrigens 1267 (+20 %) aus dem Ausland. „Man sieht hier häufig gelbe Auto-Kennzeichen”, sagt Gundula Flusche vom Tourismus- und Verkehrsverein und vermutet vor allem Holländer hinter den ausländischen Gästen. Altena sei in dem Nachbarland durch die Burg bekannt und bei Wanderern beliebt.

Nina Geske

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