Filmförderung gibt 25 000 Euro
08.06.2011 | 17:54 Uhr 2011-06-08T17:54:00+0200
Altena.Die Filmförderungsanstalt NRW unterstützt den Umbau des Apollo-Service-Kinos mit 25 000 Euro. Inhaberin Nicole Güldner beantragte die Förderung, indem sie ihr Konzept zur Neugestaltung des großen Saals detailliert vorstellte. Auch Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein ergänzte den Antrag mit einem Empfehlungsschreiben. Groß ist die Freude insbesondere deshalb, weil ein solches Mammutprojekt selbst in Großstädten nicht annähernd so viel Fürsprache findet.
Mit demBau des Apollo Deluxe hatte Nicole Güldner bereits bundesweit Maßstäbe gesetzt, wie die Branchenzeitschriften lobend erwähnten. Auf Komfortbestuhlung setzten daraufhin auch andere Lichtspielhäuser. Sie aber können beim Service nicht mithalten. Zwar gibt’s vereinzelt auch Bedienung am Platz, dann aber nur bis Filmbeginn.
Verstärkte Nachfrage fürs Komfort-Kino
Weil die Nachfrage nach Filmgenuss im Bequemsessel bei einem erlesenen Wein und Antipasti immer größer wurde, entschied sich Nicole Güldner zum zweiten Teil des Umbaus. Dabei setzt sie auf das bewährte Konzept: Regionale Unternehmen übernehmen eine Sesselpatenschaft und erhalten im Gegenzug eine langfristige Werbepräsenz.
Damit auch das bisherige Apollo I zum Apollo Royale wird, hat Nicole Güldner Professionelle hinzu zitiert: Ralf Otto aus Dortmund kümmert sich hauptberuflich um feines Kino-Interieur und sorgt unter anderem dafür, dass Kunden künftig über einen roten Teppich ins Apollo Royale schreiten. Oben angekommen finden sie nicht mehr 100, sondern 73 Plätze vor.
Beinfreiheit und freie Sicht auf die Leinwand
Die Bestuhlung Montgomery braucht einfach mehr Platz und die Sitzreihen werden versetzt aufgebaut, so dass kein Kunde mehr dem Vordermann auf den Hinterkopf anstatt auf die Leinwand gucken muss. Die Barhocker werden weichen und durch Sofas ersetzt. Mittendrin sind Pärchensitze geplant. Auch Wandbespannung und Vorhang werden ausgetauscht. Der Altenaer Unternehmer David Ritz wird die neuen Tischreihen mit einem Edelstahldesign versehen. Zudem gestaltet er einen Objektkasten für Flyer und Visitenkarten der Werbepartner, durch die sich der Umbau teils finanziert.
Um Farben hat sich Diplom-Farbdesignerin Doris Wegen, die in der Münsteraner Hauptzentrale der Firma Brilux tätig ist, gekümmert. Sie und Verkaufsberater Tim Kaziskalewicz aus Hagen richteten sich bei der Auswahl von Wandfarben fürs Apollo natürlich nach den Vorstellungen der Chefin: „Mit der Arbeit von Herrn Ritz hat sie einen Bogen zur Drahtstadt Altena geschlagen. Da passt unsere neue Edelstahl-Farbe natürlich gut zu. Der rote Teppich wird mit Brombeer schön zur Geltung gebracht.“
Guido Busch wird als lokaler Malermeister mit den Verfahren Metallico oder Lucato entweder eine Spachtelglättetechnik verwenden oder diverse andere Techniken mischen, um den Wänden neuen Glanz zu verschaffen. Toiletten und Foyer bekommen neuen Anstrich. Im Saal bleibt es bei einer Stoff-Wandbespannung.
Der Kunde soll möglichst wenig Mehrkosten fürs komfortablere Kinoerlebnis zahlen: Nicole Güldner will den Eintrittspreis um maximal 50 Cent erhöhen.
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