Chefarzt sieht in Altena keine Perspektive mehr
27.12.2010 | 09:57 Uhr 2010-12-27T09:57:00+0100
Altena.Der Ärztliche Direktor des St.-Vinzenz-Krankenhauses in Altena geht. Dr. Hans-Hellmut Baumeister zieht persönliche Konsequenzen aus Querelen. Der Chefarzt wechselt zum 1. Juli 2011 als Oberarzt zur Katholischen Hospitalgemeinschaft an das St.-Marien-Hospital in Balve.
Der 62-jährige Chefarzt dokumentiert seine Unzufriedenheit auch mit der neuen Geschäftsführung. „Keine Gespräche, kein Zusammentreffen, kein Ideenaustausch, Vorschläge und Mitarbeit offensichtlich unerwünscht“, lautet sein Fazit. Für den Bestand der Chirurgischen Abteilung mit dem bisher angebotenen Leistungsumfang „sehe ich keine Perspektive mehr“, stellt Hans-Hellmut Baumeister in seiner Erklärung fest.
„Bei aller zwingend gebotenen Diskretion während sensibler Verhandlungen ist es unverständlich“, verdeutlicht Baumeister, „dass nicht einmal die Leistungserbringer, die die Veränderungen umsetzen müssen, über mögliche Zielsetzungen mit den beiden noch verbliebenen Interessenten informiert oder in die Entwicklung auch nur ansatzweise mit einbezogen werden.“ Niemand komme an Veränderungen vorbei. Aber die Umsetzung könne nur miteinander bewältigt werden.
Dr. Hans-Hellmut Baumeister stammt gebürtig aus München, wuchs aber in Bochum auf.
Nach dem Examen als Arzt kam er über Zwischenstationen in Bochum und Hattingen 1990 als Chefarzt der Chirurgie ans Altenaer St.-Vinzenz-Krankenhaus.
Seit 1992 wohnt er in Altena. Er absolvierte Zusatzausbildungen in den Bereichen Unfall- und Visceral-Chirurgie sowie in Manueller Medizin.
Künftiger Arbeitsschwerpunkt wird Balve sein
Die Entscheidung sei schwer gefallen. Weiter entfernte Chefarztstellen habe er mit Rücksicht auf Familie und Freunde ausgeschlagen und stattdessen eine ortsnahe Variante gewählt. Drei Direktoren hätten ihm Angebote gemacht, berichtet Dr. Baumeister. Sein künftiger Arbeitsschwerpunkt für die Katholische Hospitalgemeinschaft Iserlohn wird in Balve sein, „so dass ich auch künftig für alle Altenaer zur Verfügung stehe.“
Seit sieben Jahren steht seine Abteilung zur Disposition. Auch in der Ära Kaufmann/Bieding gab es Pläne, die Chirurgie als eigenständige Abteilung aufzugeben. Michael Kaufmann hatte an einer Fusion mit dem Plettenberger Krankenhaus gestrickt, die aber dennoch eine chirurgische Versorgung in der Burgstadt sichergestellt hätte. Geschäftsführer Franz Jörg Rentemeister gab sich am Montag völlig überrascht. Die Kündigung landete in seinem Büro, als die Pressemitteilung bereits raus war.
Keine Informationen über Nachfolge-Regelung
Am 17. Dezember hatte erstmals überhaupt eine Betriebsleitungs-Sitzung mit Rentemeister stattgefunden. Es gebe inzwischen einen neuen, dritten Interessenten, informierte Rentemeister. Er dürfe aus nicht-öffentlichen Gesprächen nicht berichten, ließ sich Rentemeister keine weiteren Informationen entlocken. In früheren Gesprächen mit beiden Chefärzten sei es sehr wohl um Verbesserungsmöglichkeiten im Angebot des Krankenhauses gegangen.
Rentemeister sagt, er sei sogar zu Investitionen bereit. Während er mit Chefarzt Jens Linderhaus schnell überein gekommen sei, sei das mit Dr. Baumeister nicht möglich gewesen. Er habe jedenfalls seine Versprechen gegenüber Mitarbeitern und Bevölkerung eingehalten, sagt Rentemeister. „Wir sind fest am arbeiten. Ich bleibe bei meiner grundsätzlich positiven Beurteilung.“ Natürlich sei es nicht einfach, Ersatz für Dr. Baumeister zu finden, aber nicht unmöglich. Er will versuchen, das Problem auch mit den potenziellen Käufern zu erörtern.
Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein bedauerte den Schritt Baumeisters in einer ersten Stellungnahme. Altena verliere eine fachliche Kompetenz, die er als „herausragend“ bezeichnet.
13:49
Auch die Chirurgie sollte auf ihre Nutzbarkeit als Schafstall überprüft werden. Evtl. kann man nach Auflösung der Demonstrationsmärsche und der Menschenketten die Tiere nahe am Einsatzort unterbringen und versorgen. Nebenher könnten sie Schafe auch den Burgberg freiknabbern, damit der Blick auf die Bergstation des Aufzugs frei bleibt.Man sollte einfach dem Ernst vertrauen. Der weiss schon was sinnvoll ist.
13:17
In der Mückenburg und auf dem Hof ist doch noch Platz
12:21
Und jetzt ist auch noch die Scheune abgebrannt und die Schafe haben keine Bleibe mehr. DieChance für Schäfer Ernst die Hammelherde anzuführen und die Revolution auszurufen.
10:27
@19, Dank an 20, aber ERNST wird auch einer der Ersten sein, der mit dem Aufzug fährt (rauf, oder runter)!
08:43
Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.
08:21
Sie leben hier! In Altena! Und wir lassen uns nicht den Mund verbieten! Sehn Sie ? Die Schafe machen nicht immer das, was der Onkel mit dem Hut für richtig empfindet!
Peinlich. Manchmal wäre es klüger einfach den Mund zu halten.
Welcher Entscheidungsträger lässt sich durch derart sinnhafte Diskussionsbeiträge und Schafschei**e auf der dörflichen Prachtavenue wohl beeindrucken?
22:01
Na, da sind sie jetzt vielleicht nicht mehr im richtigen Film ?!
SIE haben das doch von wegen diskriminierend angefangen ?! seh`n Sie ?
Passen Sie gut auf, HerrOberlehrer! Es wäre sehr gut, wenn Sie mit wichtigen und richtigen (!) Argumenten kommen. Sonst wären Sie auch nur irgend so ein Taliban, der (mangels Kenntnis) um seine Kirche fürchtend, alles anders Denkende als Pöbelei empfindet. Sie leben hier! In Altena! Und wir lassen uns nicht den Mund verbieten! Sehn Sie ? Die Schafe machen nicht immer das, was der Onkel mit dem Hut für richtig empfindet!
Die Grabrede auf das St. Vinzenz können Sie ja schon mal schreiben. (Die bösen Ungläubigen ... ) Wenn Sie Amt und Funktion haben, wovon ich ausgehe, sollten Sie einfach nur Eins .... das Richtige machen, oder schweigen! (das half schon öfters in der Kirchengeschichte!)
21:34
@17, seh`n Sie ? Gleich die Pöbeleien !
17:54
@16 katholisch klingt ein wenig diskrimierend ? Leiden Sie unter Verfolgungsängsten? Schon toll, wie sie sich das Ganze schön reden. Die Führung in Balve wusste, was man mit der Anstellung von Herrn Baumeister dem Vinzenz in Altena antut! Aber ich verstehe, es war wohl die Nächstenliebe, die ihn wenigstens auf dies Weise im katholischen Lager hielt.
Aber ich nehme alles und gerne zurück, wenn nun eine Lösung (mit einem Chirurgen der sich in Altena beweisen will) kommt. Herr Rentemeister hat ja gesagt, dass er bis zum Jahresende erstmal analysieren will. Jetzt ist Jahresende!
17:28
@14, lassen Sie doch mal das katholisch aus den Beiträgen, das klingt immer ein wenig diskriminierend, und außerdem glaube ich nicht, daß es sich um eine ABWERBUNG handelt sondern um eine BEWERBUNG! Schließlich hat Herr Dr.B. am Ort die Familie und sein pers.Umfeld, das läßt keinen zu großen Aktionsrsdius zu. Die Szene, wie Sie meinen, ist schon recht groß und bundesweit gibt es motivierte Chirurgen, die sich beweisen wollen (müssen)!