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Dauerthema „Knerling”

CDU-Mehrheit segnet Denkmal-Satzung ab

19.02.2010 | 18:45 Uhr

Altena. Das politische Dauerthema „Knerling” geht zu Ende: Voraussichtlich verabschiedet der Rat in seiner Sitzung am Montag die umstrittene Satzung zur Schaffung eines Denkmalbereichs am Knerling.

 Im Ausschuss für Stadtentwicklung hat die CDU-Mehrheit dem Regelwerk bereits zugestimmt – nach kontroverser Diskussion mit anderen Fraktionen.

Besonders zugespitzt fiel die Kritik von Bernhard Diel (FDP) aus: „Es macht keinen Sinn, einen Stadtteil als Museum zu erhalten”, meinte er. Durch die Satzung werde der Stadtteil auf unbestimmte Zeit festgezimmert. Kritisch äußerte sich auch Kay Kürschner (SPD): „Es ist problematisch, weil man gegen den Willen der Hauseigentümer handelt.”

Uwe Scholz (CDU) sprach dagegen von einem „sinnvollen Kompromiss” – und zwar einerseits zwischen dem allgmeinen Interesse, den Stadtteil zu erhalten, und andererseits dem Interesse von Eigentümern und Baugesellschaft. Es werde auch immer wieder überprüft, ob diese Satzung auf Höhe der Zeit sei.

Auch Bürgermeister Andreas Hollstein (CDU) verwies darauf, dass die Satzung einen Ausgleich zwischen öffentlichen und privaten Interessen schaffen soll. „Es hat in Altena in den vergangenen 30 Jahren keinen Prozess gegen Denkmalschutz gegeben”, so Hollstein, „das soll auch maßgeblich für den Knerling gelten.”

Die neue Satzung gilt für den Bereich zwischen den Straßen Am Knerling und Elsa-Brandström-Straße. Dort stehen 66 Hausgruppen aus Doppel- und Mehrfamilienhäusern. Die Satzung regelt generell, in welcher Form bauliche Veränderungen erlaubt sind. Trotz der Denkmalsatzung kann die Baugesellschaft ihre Pläne umsetzen und einige Häuser am Knerling abreißen. Der Knerling gilt als landesweit einzigartige, historische Arbeitersiedlung. Entstanden ist sie im Jahre 1912.

Thomas Urban

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