Aufbruch sollte bei Rosmart starten
26.08.2009 | 18:29 Uhr 2009-08-26T18:29:00+0200Rahmede. Jetzt geht es der CDU wie der SPD vor Jahren: Der Ortsvorsteher geht und mit ihm ein profilierter Vertreter der Regierungspartei.
Am 30. August entscheiden die Rahmeder zunächst, welche beiden Kandidaten sie direkt in den Rat entsenden möchten. Die Rahmede teilt sich in die Bereiche Mühlenrahmede/Rosmart und Altroggenrahmede/Drescheid. Der Rat entscheidet dann, wer künftig in besonderer Weise für die Rahmeder Ortsteile spricht.
Werner Thiele (SPD) prägte das Amt bis in die CDU-geführte Zeit so sehr, dass ihm die neue Mehrheit im Rat dieses Amt nicht streitig machen wollte. Erst als Thiele vor fünf Jahren aus dem Rat ausschied, nahm die CDU auch den dritten und letzten Ortsvorsteher-Posten an sich. Obwohl Peter Semme von der CDU ebenfalls aus dem Rat ausschied, übernahm er dieses Ehrenamt. Und er machte seinen Job gut.
Im Wahlbezirk 15 liegt eines der umstrittensten Projekte der Stadt überhaupt: der interkommunale Gewerbepark Rosmart. Selbst Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein räumt inzwischen ein: Die Gesellschaft werde Verluste machen. Bei der Podiumsdiskussion im Matthäus-Pfarrsaal kündigte er an, es werde möglicherweise kurzfristig eine weitere Unterschrift zu feiern geben.
Gewerbepark: Nur die Grünen waren dagegen
Doch egal, ob durch die Wirtschaftskrise, oder wegen des Preises: Die Investoren meiden den Gewerbepark im Drei-Städte-Eck.
Als einzige wehrten sich die Grünen gegen die Ausweisung der Mega-Fläche. Der Lohn: 12,6 Prozent der Rosmarter Wähler gaben ihnen ihre Stimme.
In Mühlenrahmede tritt diesmal ein Neuling für die CDU an: Guido Thal. Als chancenreicher Gegenkandidat steht Christoph Kerper wie im Jahr 2004 auf der SPD-Liste. Damals holte der CDU-Kandidat 42,3 Prozent und Kerper 28,7 Prozent.
Im zweiten Rahmeder Bezirk bleibt es auf den aussichtsreichen Positionen bei den alten Namen: Andreas Kern (CDU) und Irmgard Ibrom (SPD). Letzere machte sich vor allem durch ihr Engagement um den Jugendtreff von „Pro Jugend Rahmede” einen Namen. Die beiden Kontrahenten holten 2004 45,6 bzw. 39,0 Prozent der Stimmen.
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