Anne Rohde leitet Sekundarschule
20.01.2012 | 18:02 Uhr 2012-01-20T18:02:00+0100
Altena/Nachrodt.Eine Altenaerin, die zwei Jahre lang in Nachrodt gewohnt hat, leitet die geplante interkommunale Sekundarschule: Anne Rohde, die in der Stadt in zahlreichen Vereinen angehört, wurde gestern vorgestellt. Bislang arbeitet die 53-Jährige, deren Ehemann Lehrer am Burggymnasium ist, als Konrektorin der Richard-Schirrmann-Realschule in Lüdenscheid.
„Die Sekundarschule ist die einzige Chance für beide Kommunen für ein umfassendes Schulangebot“, warb Anne Rohde gestern in überaus verbindlichem Ton für „ihre“ Sekundarschule.
Ihren ersten öffentlichen Auftritt hat sie am Samstag, 4. Februar: Von 10 bis 12 Uhr stellt sie Eltern und potenziellen Schülern in der Hauptschule Nachrodt das Konzept der Sekundarschule und die Räume vor, in der nach den Sommerferien die ersten Fünftklässler der Sekundarschule unterrichtet werden. Eine Woche danach beginnen die Anmeldetage.
Interessant an der Personalie: Als Konrektorin einer Realschule wirbt sie nun für den konkurrierenden Schultyp Sekundarschule. „Ich finde es schade, dass bestimmte Schulformen abgeschafft werden“, sagt sie. Doch für sie ist die Sekundarschule die modernere Schulform. Diese habe viele Vorteile gegenüber der Realschule – eine Anspielung auf aktuelle Bemühungen der Realschule Werdohl, Schüler aus Altena zu gewinnen.
Politisch hat die geplante Sekundarschule in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde volle Rückendeckung. Der Beleg dafür: Die Verantwortlichen beider Kommunen bekamen von der Bezirkregierung das „Okay“ für die Vorstellung der zunächst kommissarisch amtierenden Schulleiterin, obwohl die Sekundarschule noch nicht offiziell genehmigt ist. Das kann erst nach den Anmeldetagen geschehen – wenn die erforderlichen 75 Kinder angemeldet sind.
Vorrang für Schüler aus Altena und Nachrodt
Dass diese Zahl erreicht ist, davon ist Anne Rohde mehr als überzeugt. Sie kann sich sogar vorstellen, dass das Interesse größer sein wird. Für den Fall weist sie darauf hin, dass es ein Auswahlverfahren geben werde. Bei dem würden Kinder aus Altena und Nachrodt-Wiblingwerde gegenüber Kindern aus Nachbarkommunen bevorzugt behandelt.
Genauso sieht es Altenas Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. Er schließt aus, dass zu wenig Kinder für die Sekundarschule angemeldet werden und dann schulpolitisch „Plan B“ eintreten müsste – das wäre der normale Fortbestand von Richard-Schirrmann-Realschule sowie Hauptschule Rahmede. Hollstein zugespitzt: „Ich bin es gewohnt, dass Plan A funktioniert.“
Nachrodt-Wiblingwerde
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