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Medienecho

Altena: Sterbende Stadt? Von wegen!

12.02.2010 | 07:58 Uhr

Altena. Die angeblich „sterbende Stadt” Altena erhält ungewohntes Medienecho: Nach einem Beitrag des WDR-Radios und einem Artikel im überregionalen Teil von WAZ und WR meldete sich auch Sat1 bei Bürgermeister Andreas Hollstein.

 In den nächsten Tagen hat sich ein Mitarbeiter des Nachrichtenmagazins „Spiegel” angekündigt, wie die Westfälische Rundschau in ihrer Freitags-Ausgabe (12. Februar) berichtet.

Am Montagnachmittag sendete Sat1.

Kleinstädte „vernachlässigt”

„Unsere Städte sterben aus. Geschäfte machen dicht, Arbeitsplätze gehen flöten, immer mehr junge Leute ziehen weg. Besonders Kleinstädte hierzulande haben damit zu kämpfen”, heißt in dem Kurzbeitrag. Eigentlicher Anlass für den Bericht im Nachmittags-Magazin war eine Tagung am Montag in Essen.

Sat1 nimmt die Burgstadt exemplarisch für das Problem vieler Kleinstädte im Land NRW. Während in Großstädten wie Duisburg viel Geld in die Verschönerung der Städte gesteckt worden sei, seien kleinere Städte „vernachlässigt” worden.

Bürgermeister Hollstein sieht die Fokussierung auf Altena zwiespältig. Eigentlich wollte er nichts sagen, merkte dann aber: Das Kamerateam wollte die Burgstadt so oder so in den Fokus nehmen. Beim Interview im Bürgermeisterzimmer steht die auf Hochglanz polierte Trophäe der NRW-Bank für die innovative Stadt im Vordergrund auf dem Schreibtisch.

Der Bürgermeister schildert den Altenaer Ansatz, über eine Tourismusförderung „die Frequenz in die Innenstadt zu bringen”. Optiker Christian Berndt meint im Interview: „Wir kriegen den Bogen wieder nach oben.”

Kameraschwenk am Burgberg hoch

Und natürlich schwenkt die Kamera einmal den Burgberg rauf und runter auf der Linie, der 2013 der High-Tech-Erlebnis-Aufzug folgen soll.

Also: Das Negativ-Image wird verbreitet, aber Altena auch gleichzeitig als Stadt dargestellt, die schon lange etwas gegen Strukturwandel und demografischen Wandel tut.

Nicht nur Medienleute meldeten sich beim Bürgermeister, sogar Geschäftsleute auf der Suche nach großen Ladenflächen. Hollstein bedauert: „Die kann ich leider nicht bieten.” Die Kaufkraft-Kennziffern der Stadt scheinen durchaus zu stimmen. Bloß potenzielle Investoren finden kein wirklich passendes Umfeld.

Ein ehemaliger Altenaer hatte den Beitrag über seine alte Heimatstadt gesehen und mailte dem Bürgermeister sinngemäß: „Schön zu sehen, dass sich wieder was tut.” Andreas Hollstein lässt den Blick nicht sinken, sondern blickt zuversichtlich auf den dritten Stern für den Burgaufzug.

Christof Hüls

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