35 Sportler aus Altena für Lutter vor der Kamera
30.11.2009 | 18:35 Uhr 2009-11-30T18:35:00+0100
Altena/Essen. 280 Mitwirkende, neun Stunden Arbeit und das alles für drei Minuten zur besten Sendezeit: 35 Sportler aus Altena standen in Essen als Komparsen vor der Kamera für die ZDF-Krimiserie mit Kommissar Lutter. Das Thema drehte sich aktuell um den Fußball-Wettskandal.
Die Laiendarsteller aus Altena füllen zusammen mit 200 anderen Komparsen die Tribüne der Sportanlage Bäuminghausstraße. Sie stehen in Essen vor der Kamera für die nächste Folge des Samstagabend-Krimis im ZDF mit Kommissar Lutter.
Es ist der neunte von 27 Drehtagen. An diesem Tag spielt der SV Rote Erde auf dem eigenen Platz gegen den TuS Blau Weiß Ückerfeld. Die Vereine gibt es nicht. Doch das Thema ist real und aktuell: Fußball-Wettbetrug.
Jubeln, pfeifen und buhen
Gedreht wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Die 35 Altenaer werden nachher am besten erkennbar sein im Film: An Shirts, Schals und Mützen in Blauweiß oder Rotschwarz. Für alle Komparsen gibt es nicht genug Requisieten. Und auch die Altenaer müssen jede Trillerpfeife und Fahne nachher wieder brav abliefern. Sonst macht das ZDF Ärger.
Die Altenaer müssen jubeln, pfeifen, buhen, was das Zeug hält. Oder mucksmäuschenstill wie Pantomimen agieren. Alles x-mal: Mal als Hintergrund für die Elfmeterszene auf dem grünen Rasen. Mal voll im Bild, fünf Meter vor der Kamera. Und bitteschön: Immer am selben Standpunkt. Und „cut”.
Auf Honorar verzichtet
Marcus Glock und seine Kraftsportler standen inzwischen bereits mehrmals in kleineren Rollen vor Kameras. So hatte wohl auch irgendeiner von Network Movie seine Adresse aufgeschnappt.
Der Trainer animierte zusätzlich die Voltigierer des Reitvereins Altena. Die anderen 200 „Hilfsschauspieler” reagierten auf Anzeigen in der WAZ: „Komparsen gesucht gegen Handgeld, Würstchen und Bier.” Aufs Geld verzichtet Glock. Er will Kontakte knüpfen. Das sei wertvoller als ein Honorar.
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