Zwischen München und Berlin fliegen Giftpfeile

Berlin..  Der erste Giftpfeil ließ vor dem Halbfinal-Showdown zwischen Alba Berlin und Bayern München nicht lange auf sich warten. „Ich weiß noch genau, wie das unter Svetislav Pesic läuft. Aber es ist unser Fehler, wenn wir auf jeden Ellenbogenschlag oder Trash Talk reagieren“, sagte Alba-Coach Sasa Obradovic mit Blick auf die harte Spielweise des Titelverteidigers im Viertelfinale gegen Frankfurt. Skyliners-Geschäftsführer Gunnar Wöbke bezeichnete die Bayern danach sogar als „Schlägertruppe“.

Wie dem auch sei, am Sonntag (17 Uhr/Sport1) stehen sich München und Berlin in der Neuauflage des letztjährigen Finales (3:1 für Bayern) im ersten Halbfinalspiel gegenüber. Es ist das Duell, auf das in Basketball-Deutschland alle gewartet haben. Das zweite Halbfinale zwischen dem Hauptrunden-Ersten Brose Baskets Bamberg und ratiopharm Ulm (Samstag, 20.30 Uhr/Sport1) wird vom Vergleich der beiden Schwergewichte in den Schatten gestellt. Als Obradovic nach dem klaren 3:0 gegen Oldenburg gefragt wurde, wen er sich jetzt als Gegner wünsche, brauchte der Serbe keine Sekunde zu überlegen. „Bayern München, sonst nichts.“

Obradovic war früher in Berlin Profi unter dem jetzigen Bayern-Coach Svetislav Pesic. Das Duell der beiden Star-Trainer ist nur eines von vielen, das dieser Best-of-Five-Serie seine besondere Würze gibt. Dass 2013 gleich mehrere Spieler wie Point Guard Heiko Schaffartzik von der Spree an die Isar wechselten, hat die Rivalität zwischen beiden Clubs weiter wachsen lassen. „Alba wollte uns, jetzt haben sie uns“, sagte Bayerns Geschäftsführer Marko Pesic.

Bundestrainer sieht keinen Favoriten

Viermal standen sich beide Teams in dieser Saison bereits gegenüber. Alba gewann daheim im Champions Cup, im Pokal und in der Liga. Die Bayern konnten ihr Ligaheimspiel für sich entscheiden. Bundestrainer Chris Fleming will sich trotzdem nicht auf einen Favoriten festlegen: „Das werden sehr enge und extrem physische Spiele.“