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Zweifel am Ausstieg von Drygallas Freund aus Nazi-Szene

06.08.2012 | 16:12 Uhr

Rostock  Der Lebensgefährte der Ruderin ist nicht mehr Mitglied bei der NPD - das hat die Partei mittlerweile bestätigt. Beobachter der rechtsextremen Szene gehen allerdings weiterhin davon aus, dass Michael Fischer weiterhin aktiv für die Neonazis ist.

Der Lebensgefährte der Olympia-Teilnehmerin Nadja Drygalla ist offenbar kein Mitglied der rechtsextremen NPD mehr. Mecklenburg-Vorpommerns Vize-Landeschef David Petereit erklärte am Montag, Michael Fischer sei Ende Mai ausgetreten. Ob Fischer sich aber von der Neonazi-Ideologie und der rechten Szene ganz abgewendet hat, wie es die Ruderin nun darstellt, erscheint Experten zweifelhaft.

Fischer sei nicht mehr NPD-Mitglied, erklärte Petereit auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd. Zu den Gründen äußerte er sich nicht. Darüber hinaus beantworte er "grundsätzlich keine Fragen zu Angelegenheiten unsere Mitglieder betreffend", teilte er mit.

Letzter Blogeintrag vom 30. Juni

Olympia-Eklat
Ruderin Nadja Drygalla distanziert sich von Neonazi-Szene

Ruderin Nadja Drygalla distanziert sich in einem dpa-Interview ausdrücklich von der rechtsextremen Szene. Sie habe sogar überlegt, sich von ihrem Freund zu trennen, als dieser für die NPD kandidierte. Aus dem Olympischen Dorf sei sie abgereist, um die Belastung von der Mannschaft zu nehmen.

Die Internetplattform "Endstation Rechts" äußerte Zweifel, dass Fischer sich vom Rechtsextremismus losgesagt hat. Ein Redakteur der Internetplattform, Oliver Cruzcampo,  Fischer sei zwar bereits seit mehreren Wochen nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten. Drygalla selbst hat inzwischen erklärt, ihr Freund habe sich aus der Szene verabschiedet.

So sei Drygallas Lebensgefährte noch am 1. Mai bei einer Demonstration als Fotograf aufgetreten und habe Gegendemonstranten fotografiert. Zudem sei auf der Internetseite Mupinfo, die von Petereit betrieben wird, am 30. Juni der letzte Blogeintrag unter dem Namen Michael Fischer veröffentlicht worden. Unter einem anderen Artikel mit diesem Namen sei sogar ein Foto Fischers abgebildet.

In dem Blogeintrag kritisiert der Autor unter anderem öffentliche Zuschüsse für den Bau einer Moschee in Rostock und fordert, dass "Gelder der Stadt umgehend und ausschließlich für deutsche Interessen eingesetzt werden".

"Endstation Rechts" ist eine von den Jusos Mecklenburg-Vorpommern ins Leben gerufene Informationskampagne. Die Homepage beschäftigt sich mit der NPD im Landtag und der gesamten rechtsextremen Szene.

Keine Reaktionen aus der Szene

Video
Die Ruderin Nadja Drygalla, Mitglied des deutschen Damen-Achters, hat das Olympische Dorf vorzeitig verlassen. Zuvor war bekannt geworden, dass die 23-Jährige angeblich private Kontakte zur rechtsextremen Szene haben soll.

Drygalla hatte die Olympischen Spiele am vergangenen Donnerstag vorzeitig verlassen, nachdem es Gerüchte über ihre Partnerschaft mit Fischer und Kontakte zu Rechtsextremisten gegeben hatte. Am Dienstag (7.8.) beschäftigt sich das Kabinett in Schwerin mit dem Fall.

Cruzcampo wies zudem darauf hin, dass es in Internetforen der Szene bislang keine Reaktionen auf den Ausstieg gegeben hat. "Wenn sich jemand abwendet, wird in den bekannten Portalen normalerweise nachgetreten und es kommt meist auch zu indirekten Gewaltaufrufen", sagte Cruzcampo, der ein enger Beobachter der Szene in Mecklenburg-Vorpommern ist.

Kameradschaft mit hohem Gewaltpotenzial

Auch der angebliche Abschied von der Kameradschaft Nationale Sozialisten Rostock (NSR) sei schwer zu beurteilen, aber eher unwahrscheinlich, sagte Cruzcampo. Fischer sei der Kopf des aus fünf bis zehn Mitgliedern bestehenden harten Kerns der Organisation. Die NSR habe zudem ein hohes Gewaltpotenzial. Es habe immer wieder Attacken in Rostock gegeben, hinter denen NSR-Mitglieder vermutet würden. Allerdings sei dies in den seltensten Fällen nachweisbar. Die Polizei habe aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes bisher nie einen Namen genannt, wenn es eine Vermutung in Richtung NSR gab. (dapd)



Kommentare
06.08.2012
21:03
Zweifel am Ausstieg von Drygallas Freund aus Nazi-Szene
von narit | #25

Ich empfehle einen Eintritt bei der Piratenpartei, da ist es gerade hipp und bei rechts wird nicht so genau drauf geschaut!

06.08.2012
20:59
Zweifel am Ausstieg von Drygallas Freund aus Nazi-Szene
von hproepper | #24

Um gleich klarzustellen: Wenn man Frau Drygalla rechtsextremistische Ansichten oder Aktivitäten nachweisen kann, ist sie nicht mehr tragbar. Aber im Moment gibt es überhaupt keinen Beweis für solche Anschuldigungen. Und niemand hat bisher eindeutig bewiesen, dass ihr Freund nicht aus der rechten Szene ausgestiegen ist. Und zur Mitgliedschaft in der NPD muss man feststellen: Diese Partei ist nicht verboten und sitzt mit einem vom Wähler erteilten Mandat im Landtag! Bei dieser Beweislage würde man bei einem Schwerverbrechen den Namen eines Verdächtigen gar nicht veröffentlichen! In diesem Fall wird die sportliche und berufliche Zukunft einer jungen Frau ohne Schuldbeweis und Skrupel mutwillig zerstört. Was mich aber am meisten ärgert? All die Funktionäre, die wieder einmal von nichts gewußt haben, werden ihre Posten noch lange unbehelligt behalten!!!!

06.08.2012
20:54
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Name von Moderation entfernt | #23

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06.08.2012
20:49
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Name von Moderation entfernt | #22

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06.08.2012
20:29
Zweifel am Ausstieg von Drygallas Freund aus Nazi-Szene
von maped | #21

Da hilft nur Briefe an Rostock schicken und sich für Drygalla stark machen ( ist das überhaupt ein Deutscher Name?)
anschrift:
persönlich
Nadja Drygalla
ORC Rostock v. 1956 e.V.
Neubrandenburger Straße 47
18196 Kessin

06.08.2012
20:16
Und wenn ....
von drehrlich | #20

... was kann die Leitungssportlerin denn dafür, wenn ihr Freund - angeblich - missliebige politische Ansichten vertritt? Erst wenn Sie sich selber durch Handlungen und Aussagen klar gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung stellen würde, dann müsste sie mit Konsequenze rechnen. So aber ist das Ganze ein unsägliuches, undemokratisches und unwürdiges Schmierentheater, dass massiv Grundrechte und Menschenrechte verletzt. Und das ganze nennt sich dann "Pressefreiheit" und "Demokratie"?

06.08.2012
20:03
Zweifel am Ausstieg von Drygallas Freund aus Nazi-Szene
von tomatenkiller_neo | #19

Man lese sich einmal auf der Financial Times die Lebensgeschichte des
Herrn Vesper durch, da kommt das kalte Kotzen hoch.
Aber auf Saubermann machen - primitiv.

1 Antwort
Zweifel am Ausstieg von Drygallas Freund aus Nazi-Szene
von maped | #19-1

man bestraffe einen und erziehe hundert

06.08.2012
20:03
Zweifel am Ausstieg von Drygallas Freund aus Nazi-Szene
von maped | #18

Es ist Latte was für Ansichten ihr Freund teilt, solange Sie sich nichts zu Schulden kommen lässt. Sie hat sich weder rassistisch geäußert noch sonstige Verfehlungen gezeigt, die solche Anschuldigungen rechtfertigen. Was soll die Gedankenpolizei hier überhaupt? Goerge Orwell lässt grüßen. Wir leben hier in der BDR in der das GG gilt. Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Wem hat die Frau was getan????

2 Antworten
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Name von Moderation entfernt | #18-1

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Zweifel am Ausstieg von Drygallas Freund aus Nazi-Szene
von drehrlich | #18-2

Wir leben in der BRDDR oder auch DDR2.0 .......

06.08.2012
19:47
Zweifel am Ausstieg von Drygallas Freund aus Nazi-Szene
von drasos | #17

#7

Es wurde Druck ausgeübt.....

Sie will ihre Kariere fortsetzen......

Wie naiv sind sie eigentlich?

Natürlich trifft sie solche Aussagen,da sie ja immer noch die Hoffnung hat ihre Karriere fortzusetzen selbst wenn diese Aussagen unkorrekt sind....

Ich muss mich wirklich über soviel Naivität wundern......

1 Antwort
Zweifel am Ausstieg von Drygallas Freund aus Nazi-Szene
von jberg | #17-1

Lesen Sie doch erst einmal das Interview von Frau Drygalla. Ich habe keinen Grund, den Aussagen dieser Frau keine Glauben zu schenken.
Zitate Frau Drygalla: "Es waren keine Vorwürfe [vom DOSB]", "Es war meine Entscheidung", "Ich wollte einfach die Belastung von der Mannschaft nehmen, die zum Teil immer noch im Wettkampf steckte ..."
Das sind die Fakten. Mit Naivität hat das nichts zu tun. Warum Sie aber dieser Frau nicht glauben möchten und lieber bei Ihrer "Spezialistenmeinung" bleiben, kann ich nicht beurteilen.

06.08.2012
19:21
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Name von Moderation entfernt | #16

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1 Antwort
Zweifel am Ausstieg von Drygallas Freund aus Nazi-Szene
von wilbec | #16-1

Schade!

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