Zuschauer stirbt beim Rennen am Nürburgring

Nürburgring..  Nach dem schockierenden Unfall-Tod eines Zuschauers bei einem Langstreckenrennen auf dem Nürburgring prüft der Deutsche Motorsport-Bund Konsequenzen. Die Verbandsspitze beriet am Sonntag mit Veranstaltern und Auto-Herstellern über Sofort-Maßnahmen für mehr Sicherheit an den Strecken. Trotz des vom Weltverband FIA vorgeschriebenen Fangzaunes war am Samstag beim Rennen auf der Nordschleife ein Auto in die Zuschauer geflogen und hatte einen 49 Jahre alten Niederländer getötet.

Zwei weitere Zuschauer wurden bei dem beängstigenden Unfall verletzt. Auch der britische Nissan-Pilot Jann Mardenborough, der im Strecken-Abschnitt „Flugplatz“ die Kontrolle über seinen Boliden verloren hatte, musste im Krankenhaus behandelt werden.

Die Motorsport-Welt reagierte bestürzt. Der Nissan-Rennstall sprach von einer „Tragödie“. Es sei „unfassbar traurig, dass heute ein Zuschauer sein Leben bei unserer Leidenschaft verloren hat“, schrieb Mercedes-Fahrer Jan Seyffarth, der bei dem Rennen von der Pole Position gestartet war. „Mir fehlen immer noch die Worte“, bekannte DTM-Champion Marco Wittmann von BMW.

Das Drama hatte sich knapp eine Stunde nach dem Start ereignet. Bilder zeigen, wie das Auto mit der Nummer 23 kurz vor einer Rechtskurve komplett abhebt, sich in der Luft praktisch senkrecht aufstellt und dann gegen einen Reifenstapel kracht. Von dort flog der Wagen offenbar über den FIA-Sicherheitszaun in die Zuschauer. Das Rennen wurde sofort abgebrochen und nicht wieder gestartet.

Der Brite Mardenborough gilt als talentierter Rennfahrer. Er startete seine Karriere dank der GT Academy von Nissan, bei der über virtuelle Autorennen auf der Spielekonsole die Fähigkeiten junger Fahrer getestet wurden. Mardenborough setzte sich dabei gegen tausende Gegner durch und durfte danach bei Langstreckenrennen mitfahren.