Zufälle gibt es

Manchmal gibt es diese „Zufälle“. Selbst in der Fußball-Bundesliga, oder vielleicht gerade in der Fußball-Bundesliga.

Der 15. April dieses Jahres war ein Mittwoch, ein sonniger sogar. Im Laufe des Morgens verdunkelten sich jedoch die Herzen der Fans des Hamburger SV und später erst recht die der Anhänger von Borussia Dortmund.

Was passiert war? Der HSV hatte Thomas Tuchels Absage publik gemacht. Der gefragteste aller freien Trainer Deutschlands wollte die ihm so schmackhaft gemachte Stelle in der Hansestadt nicht antreten. Wenig später bat der BVB zur Pressekonferenz - und Jürgen Klopp kündigte seinen Rücktritt zum Saisonende an.

Zufall?

Natürlich nicht. Wenige Tage später fügte sich das Puzzle offiziell zusammen. Perfekter wäre es nur noch gewesen, wenn Klopps Abschied vor Tuchels Absage an den HSV publik geworden wäre.

So wie jetzt beim FC Schalke 04 und - Thomas Schaaf? Uuups.

Kaum ist das Kapitel Roberto Di Matteo bei den Königsblauen beendet, schmeißt der Mann, der schon einmal zum Kandidatenkreis auf den Trainerposten der Knappen gehörte, in Frankfurt hin.

Zufall?

Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Die nächsten Tage oder Wochen werden es zeigen. Nur etwas macht stutzig: Schaaf geht, weil er glaubt, dass seine Arbeit nicht ausreichend gewürdigt wurde.

Ist er wirklich so feinfühlig, könnte Schalke 04 ein schwieriges Pflaster für ihn werden.