Zeit für einen Wechsel

Bisher gab es im Weltfußball nur einen Prinzen: Prinz Poldi aus Köln, der unter seinem richtigen Namen Lukas Podolski im vergangenen Sommer Weltmeister wurde und nun zu Inter Mailand wechselte.

Nun drängt es auch einen echten Prinzen auf die große Bühne: Der Jordanier Ali bin Al-Hussein ist dabei aber der europäischen Öffentlichkeit noch nicht bekannt. Selbst Wolfgang Niersbach weiß wenig über ihn, dabei kennt der DFB-Präsident eigentlich alles und jeden.

Da Al-Hussein bisher nicht im Schweinwerferlicht stand, fällt eine Einschätzung schwer. Seine Ankündigung, gegen Korruption kämpfen zu wollen, klingt zunächst gut. Ob er diese Worte auch mit Inhalt füllen kann, wird sich erst noch zeigen.

Fest steht allerdings, dass es bis zur Wahl im Mai ein Hauen und Stechen hinter den Kulissen geben wird, um möglichst viele Stimmen der 209 Landesverbände zu gewinnen. Blatter überwies dabei jedem Verband bereits 300 000 Dollar als Wahlgeschenk vorab. Ein weiteres Indiz dafür, dass es Zeit für einen Wechsel an der Fifa-Spitze wird.

Blatter sieht das anders. Und er wird alle Register ziehen, um den Sturz zu verhindern. Bisher ist ihm dies noch immer gelungen.