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Wogen beim DSV wieder geglättet

20.10.2012 | 18:49 Uhr
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Nach der öffentlichen Kritik von Trainer Frank Embacher haben sich die Wogen beim Deutschen Schwimm-Verband (DSV) wieder geglättet. Ein Abschied ins Ausland ist offenbar vom Tisch.

Berlin (SID) - Nach der öffentlichen Kritik von Trainer Frank Embacher haben sich die Wogen beim Deutschen Schwimm-Verband (DSV) wieder geglättet. Auch ein möglicher Abschied des Hallensers mit seinen prominenten Schützlingen Britta Steffen und Paul Biedermann zum Training ins Ausland ist offenbar vom Tisch. Nach dem vom Betriebsrat aufgrund der ungeklärten Vertragssituation vieler Trainer anberaumten Krisentreffen am Rande des Kurzbahn-Weltcups in Berlin wollte DSV-Präsidentin Christa Thiel zwar keine konkreten Inhalte preisgeben, die Athleten zeigten sich jedoch erleichtert.

"Ich weiß, dass es Gespräche gab, und die gingen relativ gut aus", sagte Weltrekordler Biedermann nach seinem Sieg über 400 m Freistil (3:42,21) mit einem Lächeln im Gesicht. Auch seine Freundin Steffen gab nach ihrem 50-m-Triumph (24,16) Entwarnung. Die Auslands-Option stehe "nicht mehr zur Debatte".

Embacher hatte zuvor die DSV-Führung unter Zeitdruck gesetzt und mit einem Abschied von ihm und dem Schwimmtraumpaar Steffen/Biedermann ins Ausland kokettiert. Er werde wohl ab 2013 im Ausland arbeiten, sollte sein Ende des Jahres auslaufender Vertrag nicht spätestens bis zum 1. November verlängert werden, hatte der 48-Jährige gesagt. Sein langjähriger Schützling Biedermann hatte zuvor betont: "Da, wo mein Trainer ist, da bin auch ich."

Einen unterschriftsreifen Vertrag werden aber weder Embacher noch die anderen Stützpunkttrainer, dessen Kontrakte am Jahresende auslaufen, in den kommenden Tagen erhalten, betonte Thiel. Erst wenn die Ergebnisse der nach dem Olympia-Debakel vom DSV ins Leben gerufenen Strukturkommission vorlägen, könne man diese wichtigen Personalentscheidungen treffen, sagte Thiel, die eine Schließung von einem oder mehreren Bundesstützpunkten nicht ausschloss.

"Mit den Empfehlungen der Strukturkommission ist noch im November zu rechnen", sagte Thiel. Auch müsse man zunächst den Verbandstag am 10. November in Hamburg mit den Präsidiumswahlen abwarten. Es scheint jedoch, dass die DSV-Präsidentin den auch für sie verständlichen Unmut der Trainer besänftigen konnte.

sid

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