„Wir wollen die Schale in den Himmel recken“

Gelsenkirchen..  Der Traum lebt. Für mindestens 90, eventuell sogar 120 Minuten (plus ein mögliches anschließendes Elfmeterschießen). Vor seinem vorläufigen Karrierehöhepunkt steht der gebürtige Warsteiner Sven Köhler. Mit den U19-Fußballern des FC Schalke 04 bestreitet der 18-Jährige am Pfingstmontag das Finale um die Deutsche Meisterschaft. Gegner in Wattenscheid ist der Titelträger von 2014, die TSG 1899 Hoffenheim (Sport1, 20.15 Uhr). Ein Gespräch mit Sven Köhler über das Finale, seine Zeit in Königsblau und die Zukunftsperspektiven auf Schalke.


Als bekennender BVB-Fan: Wie trägt sich das blau-weiße Trikot?
Sven Köhler (lacht): So viel Blau-Weiß tragen wir aktuell ja gar nicht. Die komplette Rückrunde haben wir in Weiß gespielt. Aus Aberglaube. Die Trikots haben uns Glück gebracht. Aber das Schalker Trikot steht mir ganz gut, sagen zumindest meine Freunde und die Familie. Ich habe als BVB-Fan kein Problem damit, Königsblau zu tragen.


Vor der Saison bist Du vom VfL Bochum zum FC Schalke 04 gewechselt. Was hat sich verändert für Dich?
Eine ganze Menge. Das Medien-Interesse ist größer geworden. Und auch von der Zuschauerzahl, gerade auch bei den Trainingseinheiten, ist das mit Bochum nicht zu vergleichen. Ich habe den Schritt nicht eine Sekunde bereut.


Wie ist denn der Kontakt in die Heimat? Besuchst Du regelmäßig Familie und Freunde im Möhnetal?
Wenn es die Zeit, die leider sehr knapp bemessen ist, zulässt, natürlich. Zuletzt war ich Ostern in der Heimat, habe ein paar Tage im Kreise der Familie verbracht, um den Akku wieder aufzuladen. Die Zeit hat mir gut getan.


Und mit deinem Bruder Nils, der zurzeit mit dem SV Lippstadt 08 die Oberliga Westfalen aufmischt, tauscht Du Dich aus?
Ja, wir haben regelmäßigen Kontakt. Nils war zuletzt bei unserem Halbfinal-Rückspiel gegen Karlsruhe zu Besuch.


Am Pfingstmontag heißt der Gegner im Finale Hoffenheim. Was erwartest Du für ein Spiel?
Hoffenheim zählt zu den besten drei Nachwuchsmannschaften im A-Jugendbereich in Deutschland. Wir werden alles dafür geben, dass wir die Schale am Ende in den Himmel recken werden.


Deine Zeit als A-Jugendlicher endet in diesem Sommer. Wie geht es weiter mit Dir auf Schalke?
Konkrete Gespräche über meine Zukunft wird es in den nächsten 14 Tagen geben. Noch ist nichts spruchreif, aber eine Tendenz von meiner Seite gibt es. Mehr kann ich zu diesem Thema leider noch nicht sagen. Mein Vertrag läuft noch ein Jahr.


Wie ist der Kontakt zum Bundesliga-Kader, speziell zu Trainer Di Matteo?
Einige Trainingseinheiten habe ich bei den Profis ja mitmachen dürfen. Die Mannschaft hat mich super aufgenommen. Mit dem Trainer habe ich persönlich noch nicht gesprochen. Das Feedback bekommt man eher über die Co-Trainer.