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Wie sich ZDF-Experte Kahn mit seinem verbalen Kung-Fu-Tritt ins Abseits stellt

16.08.2012 | 09:45 Uhr
Wie sich ZDF-Experte Kahn mit seinem verbalen Kung-Fu-Tritt ins Abseits stellt
Oliver Kahn mit ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein.Foto: imago

Essen.  Trotz der Niederlage im Testspiel gegen Argentinien waren die Zuschauer zufrieden mit dem Auftritt der Nationalmannschaft. Alle, bis auf einen. Ungewohnt scharf kritisierte ZDF-Experte Oliver Kahn Einstellung und Spielweise der DFB-Kicker. Warum, bleibt sein Geheimnis. Ein Kommentar.

Deutschland verliert gegen Argentinien 1:3, doch das Publikum jubelt. Anders als beim unrühmlichen EM-Halbfinal-Aus gegen Italien (1:2) waren die Zuschauer mit der Einstellung und Leistung von Jogis Jungs diesmal sehr einverstanden. Zumal es sich um ein Testspiel handelte, zahlreiche Stammspieler fehlten und das Ergebnis maßgeblich durch den kuriosen Spielverlauf begünstigt wurde.

Einer unter den rund 49 000 Zuschauern war allerdings mehr als unzufrieden mit dem Auftritt der Nationalelf: Oliver Kahn. Nach Spielende regte sich der ZDF-Experte über die Selbstzufriedenheit der DFB-Kicker auf („Ich kann doch als Spieler nicht jetzt da immer wieder zufrieden sein.“), und beklagte fehlende Stabilität der Abwehr in Unterzahl („.Ich weiß nicht, ob das im Kopf jedes Spielers verankert ist. Aber das Entscheidende im Fußball ist die Kompaktheit“). Kahn bissig: „Das ist doch genau das, was ich angesprochen habe vor dem Spiel.“

Ja, wieso hat dem Titan auch keiner zugehört?

Wollte Kahn an Profil gewinnen?

Der Zuschauer staunte, und Katrin Müller-Hohenstein, deren Augen immer größer wurden, wunderte sich. „Lass uns das doch noch mal in Ruhe aufarbeiten. Vielleicht kannst du dich ja in der Zwischenzeit wieder ein bisschen beruhigen“, versuchte sie Kahn zu besänftigen.

Was war los mit Kahn? Warum so ein Auftritt nach diesem recht ansehnlichen Kick? War das eine nachträgliche Bewerbung als Motzki-Nachfolger beim DFB? Oder hat sich Kahn den Bundestrainer schlicht zum Vorbild genommen, der vor dem Argentinien-Spiel seine Kritiker überraschend scharf abbürstete? Vielleicht bekam Kahn aber auch von einem hochbezahlten PR-Berater einfach nur den Tipp, mit einem verbalen Kung-Fu-Tritt mal wieder an Profil zu gewinnen. Frei nach dem Motto: „Eier, wir brauchen Eier.“

„Ich denke, der Bundestrainer muss sich grundsätzliche Gedanken machen“, gab der Experte Löw noch mit auf den Weg. Immerhin räumte Kahn ein: „Vielleicht liege ich auch total falsch, weiß ich nicht.“ Vielleicht sollte er sich lieber grundsätzliche Gedanken über sein Experten-Dasein machen.

Andreas Bartel

Kommentare
17.08.2012
16:21
Löw bringt es nun mal nicht
von meigustu | #56

gute Spieler die brav kicken werden nie einen Titel holen. Und wenn Löw einen auf energisch macht wirkt er nur lächerlich - aber sicher nicht...
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2012-08-16 09:45
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