Olympisches Komitee

Warum Wahlen beim IOC immer Wundertüten sind

Thomas Bach will als erster Deutscher Präsident des IOC werden.
Thomas Bach will als erster Deutscher Präsident des IOC werden.
Foto: dpa

Das Internationale Olympische Komitee wählt einen neuen Präsidenten. Thomas Bach aus Tauberbischofsheim hat sich in Stellung gebracht, Weichen gestellt und viele IOC-Mitglieder hinter sich gebracht. Trotzdem bleibt immer Platz für eine Überraschung. Ein Kommentar von Ralf Birkhan.

Essen.. Die Kaffeesatz-Leserei hat begonnen. Jacques Rogge, noch Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, hat zwar in seiner Amtszeit für das Ende der größten Mauscheleien unter den Funktionären gesorgt. Doch Wahlen rund um das IOC waren und bleiben eine Wundertüte.

Dabei kann es bei der ersten der drei anstehenden Wahlen am Samstag zunächst gar keine Überraschung geben. Alle drei Städte, die sich um die Ausrichtung der Sommerspiele 2020 bewerben, haben hervorragende Konzepte präsentiert. Sowohl Tokio, als auch Madrid und Istanbul haben das Potenziel, Olympia auf die Beine zu stellen.

Bach ist niemand, der sich auf Glück verlässt

Olympia Wirklich interessant wird es dann - gerade aus deutscher Sicht - am kommenden Dienstag. Thomas Bach, der frühere Olympia-Fechter aus Tauberbischofsheim, hat seinen Hut in den Ring geworfen und möchte neuer IOC-Präsident werden. Bach ist dabei niemand, der sich auf das Glück verlässt.

Er ist vielmehr jemand, der den Fahrplan auswenig lernt, bevor er zum Bahnhof geht. Und daher hat er in den vergangenen Jahren und Monaten längst die Weichen gestellt und viele IOC-Mitglieder auf seine Seite gebracht. Und trotzdem bleibt es dabei: Olympia-Wahlen sind Wundertüten.

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