Warum Kuranyi für die Bundesliga keine große Option ist

In dieser Saison noch für Dynamo Moskau am Ball: Kevin Kuranyi. Foto: dpa
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Was wir bereits wissen
Nelson Valdez ist schon zurück in der Bundesliga, Kevin Kuranyi überlegt noch. Während der Ex-Schalker die Bundesliga als „eine sehr große Option“ für sich sieht, dürfte in der Liga kein allzu großes Interesse mehr an ihm bestehen. Schon gar nicht auf Schalke. Ein Kommentar.

Essen.. Lange nichts mehr von Kevin Kuranyi gehört? Dem kann abgeholfen werden. Also: Der Ex-Nationalstürmer, der Schalke 2010 verlassen hatte, spielt immer noch Fußball. Am Donnerstag erzielte er für Dynamo Moskau in der Europa-League-Qualifikation das Tor zum 1:1-Endstand gegen Hapoel Kirjat Schmona. Nicht gerade die Bühne, um sich wieder ins Gespräch zu bringen. Aber Kuranyi, inzwischen 32, hat zumindest an Selbstbewusstsein wenig eingebüßt.

Die Bundesliga, hat er dem „kicker“ verraten, sei für ihn wieder „eine sehr große Option“. Dass dies auch umgekehrt so ist, darf bezweifelt werden. In der Regel gilt auch für Fußballer: Aus den Augen, aus dem Sinn. Wenn sich auch immer mal wieder jemand findet, der sich an abgetauchte Kicker erinnert.

Das aktuelle Beispiel liefert Eintracht Frankfurt mit der Verpflichtung von Nelson Valdez. Wobei man es von Thomas Schaaf noch am wenigstens erwartet hätte, seinen Neustart am Main ausgerechnet mit einem Mann der Vergangenheit zu verbinden. Liegt doch die beste Zeit des ehemaligen Nationalspielers Paraguays unter Schaaf in Bremen schon rund zehn Jahre zurück. Nach einem durchwachsenen Intermezzo in Dortmund und einer Odyssee durch Europa war der heute 30 Jahre alte Valdez zuletzt vom Dubai-Klub al-Jaziera an Olympiakos Piräus ausgeliehen. Nicht unbedingt die Adresse, die ein viel versprechendes Bundesliga-Comeback verheißt.

Kuranyi dürfte keine Option für S04 sein

Die Erfahrung lehrt, dass es selten Erfolg verspricht, eine glorreiche Vergangenheit zu beschwören. Wer nach vielen Jahren zum zweiten Mal einen einst geliebten Urlaubsort besucht und dort enttäuscht wird, weiß, wovon die Rede ist.

Am Rande: Dass Kuranyi noch einmal für Schalke eine Option sein könnte, ist eher nicht zu erwarten. Was nicht gegen Königsblau spricht.