Von Schalke verkauft greift Rakitic nun zum Titel

Berlin..  Allein die Besetzung am Samstagabend in Berlin verspricht beste Unterhaltung: Der Weltfußballer Lionel Messi wird beim FC ­Barcelona unterstützt vom brasilianischen Superstar Neymar und dem uruguayischen Ausnahmestürmer Luis Suarez. Auf der anderen Seite wird im Champions-League-Finale (20.45 Uhr / ZDF live) der weltweit bewunderte Andrea Pirlo seine ­Pässe für Juventus Turin schlagen. Es dürfte also feststehen, dass das Olympiastadion der Ort eines würdigen Finales der europäischen Königsklasse wird.

Es ist ein Finale, in dem ein Mann namens Ivan Rakitic (Bild) eine weitere Hauptrolle einnimmt. Er kehrt in das Land zurück, in dem er das Glück einst nicht fand. Beim FC Schalke 04 spielte der Mittelfeldmann, doch so recht wollte ihm der Durchbruch nicht gelingen. Trainer Felix Magath verscherbelte ihn 2011 für etwas mehr als eine Million Euro an den FC Sevilla. Heute ist er aus dem mit Stars besetzten Mittelfeld des FC Barcelona nicht mehr wegzudenken und einer der großen Gewinner in dieser Saison. Der 27-Jährige hat Urgestein Xavi nach seinem Wechsel im vergangenen Sommer vom FC Sevilla auf Anhieb aus dem Team verdrängt. Auf Schalke hatten sie ihm stets fehlende Robustheit vorgeworfen. So konnte Rakitic erst nach seinem Wechsel zum FC Sevilla sein Talent voll entfalten. Die Spielweise in Spanien komme ihm entgegen, sagt der Mittelfeldspieler, der mit dem deutschen Torhüter Marc-André ter Stegen gut befreundet ist.

In Sevilla wurde er sogar zum Kapitän ernannt und gewann mit dem Klub die Europa League. Sein Wechsel soll Barça 20 Millionen Euro wert gewesen sein.