Von Perücken und Hausnummer 23

Hagen..  Trainieren mit echten Profis - ein Traum für den jeden Sportler oder Fan. Die WESTFALENPOST macht diesen Traum wahr. „Spiel mit dem Feuer“ heißt die Aktion, bei der wir 15 Leser suchten, die mit den Bundesliga-Basketballern von Phoenix Hagen trainieren. Am Freitag, 10. April ist es soweit. Und so, Trommelwirbel, sieht das Dreamteam, das unsere Zeitung entsenden wird, nun aus.

Tim Eickelmann (Hagen)

Tim weiß genau, was er will. „Ich sollte die Gelegenheit bekommen, die Phoenix-Stars herauszufordern, um zu beweisen, dass auch Fußballer den einen oder anderen Korb treffen können“, schreibt er in seiner Bewerbung. Aber auch mit dem Basketball ist er sehr vertraut. Schon als kleiner Junge sah er Phoenix-Heimspiele, mittlerweile hat er eine Dauerkarte und unterstützt die Mannschaft auch auswärts. Bei einer dieser Gelegenheiten kam es zur Begegnung mit Hagens Profi Urule Igbavboa. Und Tim - mit Urule-Perücke (siehe großes Bild) - war bestens vorbereitet.

Thomas Demmerling (Olpe)

Der 30-Jährige verdankt seinen Platz im Team seiner Freundin. Sie bewarb sich für ihn - und plauderte aus dem Nähkästchen. Sie erzählt, dass er selber spielte, bis eine Knieverletzung regelmäßige Einsätze nicht mehr zuließ. Aber der Basketball ist allgegenwärtig. „Über unserem Bett hängt ein zwei Meter breites, riesiges Foto von Michael Jordan, täglich „muss” ich mir Basketballvideos auf Youtube anschauen“, klagt die bessere Hälfte im Spaß und mutmaßt: „Wahrscheinlich sind wir nur zusammen gekommen, weil ich damals in der Hausnummer „23” gewohnt habe.“ Die 23 war die Trikotnummer der US-Legende Michael Jordan.

Dirk Jürgensmann (Hagen)

Der Vorname verspricht ja schonmal viel. Wir denken an „Dirkules“, an den deutschen Superstar in der NBA Dirk Nowitzki. Unser Dirk hat seine aktive Karriere bereits beendet, spielte aber einst in einer Hobby-Mannschaft von Boele-Kabel mit dem heutigen Tennis-Bundestrainer Michael Kohlmann zusammen. Jetzt will es der 44-Jährige nochmal wissen. Was er plant, könnte auch den Profis helfen. „Ich würde beim Trash-Talk versuchen, die Phoenix Spieler wieder derart zu motivieren, dass das beigefügte Foto bald wieder der Vergangenheit angehört.“ Es zeigt seinen Sohn Matti, während er in der Phoenix-Halle, in der Hagen erst ein Saisonspiel regulär gewann, vor sich hin schlummert.

Andreas Lüdicke (Hagen)

Zu seiner Geschichte muss man wissen: Einmal haben wir das „Spiel mit dem Feuer“ schon ausgerichtet, 2014. Kultstatus erlangte ein junger Mann, der seinen Fanklub mitbrachte und „Lüüüüüüüüü“ gerufen wurde.

Andreas ist der Onkel von dem Typen von damals und der wahre Basketballer in der Familie. Behauptet er in seiner Bewerbung. Die Trainingseindrücke seines Neffen aus 2014 geben ihm erstmal recht. „Mein Neffe hat sich letztes Jahr - diplomatisch ausgedrückt - nicht gerade mit sportlichem Ruhm bekleckert und damit in Bezug auf Basketball unseren guten Namen ruiniert“, schreibt er augenzwinkernd: „Ich brauche also unbedingt die Möglichkeit, die familiäre Basketball-Ehre wieder herzustellen!“

Hiermit gewährt.

Nils Meier (Meschede)

„Ich würde mich unglaublich freuen, wenn ich beim Training mit den Phoenix-Hagen-Stars mitmachen könnte“, schreibt der 16-Jährige. Schon im vergangenen Jahr wollte er sich eigentlich bei uns bewerben, aber da war er noch nicht alt genug. Dieses Mal packte er seine Chance beim Schopfe - und ist dabei.

Seit fünf Jahren spielt er bei den 79ers Meschede, sein Papa hat ihm zum Training extra einen Korb gebaut. Nils’ Leben dreht sich ständig nur um Basketball. Tags und nachts. „Während der Play-offs verbringe ich meine Nächte schonmal vor dem Computer, um die Spiele von Dirk Nowitzki, Dennis Schröder und Co. zu verfolgen“, schreibt er. Auch die Hagener Bundesligapartien schaut er sich gern an. Sein Lieblingsspieler aus Hagen: Larry Gordon. „Für mich würde mit diesem gemeinsamen Training ein riesiger Traum in Erfüllung gehen.“

Und Träume, Träume erfüllen wir nunmal sehr, sehr gern.