Viktoria Rebensburg prescht zum WM-Silber vor

Beaver Creek..  Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg hat im Weltmeisterschafts-Riesenslalom die Silbermedaille gewonnen. Die 25-Jährige aus Kreuth musste sich am nach mitteleuropäischer Zeit späten Donnerstagabend in Beaver Creek in den USA nur Anna Fenninger aus Österreich geschlagen geben.

Die Olympiasiegerin der Winterspiele von 2010 war als Elfte in den zweiten Durchgang gestartet und sicherte sich dann mit einer tollen Aufholjagd doch noch das ersehnte Edelmetall. Es war beeindruckend, mit welcher Nervenstärke Viktoria Rebensburg über die Piste jagte und dabei die Sicherheit nicht verlor.

Dritte wurde die Schwedin Jessica Lindell-Vikarby. Die Siegerin Anna Fenninger holte sich im Riesenslalom nun schon ihre dritte Medaille bei diesen Weltmeisterschaften nach Gold im Super-G und Silber in der Abfahrt – es ist ihre WM.

Für Rebensburg war es nach den Versuchen 2007 in Åre, 2009 in Val d’Isère, 2011 in Garmisch-Partenkirchen und 2013 in Schladming die erste Weltmeisterschafts-Medaille ihrer Karriere. Im Super-G als Fünfte und in der Abfahrt als Zehnte hatte sie die ersten Gelegenheiten bei dieser WM noch verstreichen lassen, obwohl ihr in den Speed-Disziplinen aufgrund der Vorleistungen im Weltcup wesentlich mehr zugetraut worden war. Neben Olympia-Gold in Vancouver und Olympia-Bronze in Sotschi gewann Rebensburg im Riesenslalom 2011 und 2012 die Weltcup-Disziplinwertung.

„Ich bin einfach froh und happy, dass es gereicht hat. Es freut mich auch für das gesamte Team“, sagte Rebensburg am ARD-Mikro strahlend. „Ich habe gewusst, dass ich gut drauf bin. Ich habe Vollgas gegeben, jetzt genieße ich das.“

Maria Höfl-Riesch, die nach den Olympischen Spielen in Sotschi 2014 zurückgetretene deutsche Ski-Königin, spendete Applaus: „Es war hochspannend“, sagte sie. „Ich war beim Zuschauen so aufgeregt, als ich ob ich selbst fahren müsste.“ Die US-Skistars dagegen blieben vor heimischem Publikum erneut hinter den eigenen Erwartungen. Lindsey Vonn kam nur auf Rang 14.