VfB Stuttgart unterliegt in der Nachspielzeit

Stuttgarts Timo Baumgartl hadert mit der Leistung seines Teams.
Stuttgarts Timo Baumgartl hadert mit der Leistung seines Teams.
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Was wir bereits wissen
Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart bleibt nach der Niederlage gegen 1899 Hoffenheim Tabellenletzter. Ausgerechnet ein Ex-Stuttgarter schoss das entscheidende Tor in der Nachspielzeit.

Stuttgart.. Der VfB Stuttgart stolpert immer mehr dem Abstieg in der Fußball-Bundesliga entgegen. Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens unterlag am Samstag in einer ganz schwachen Partie bei 1899 Hoffenheim durch ein Gegentor in der Nachspielzeit mit 1:2 (1:1) und bleibt Tabellenletzer. Ausgerechnet der Ex-Stuttgarter Sebastian Rudy (90.+3 Minute) erzielte den Siegtreffer im baden-württembergischen Derby für Hoffenheim.

Roberto Firmino hatte mit seinem sechsten Saisontor (30.) die TSG in Führung gebracht. Gotoku Sakai (39.) brach nach 448 torlosen Minuten den Bann bei den Schwaben. Vor 29 309 Zuschauern in der nicht ausverkauften Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena spielte der VfB wie ein potenzieller Zweitligist und kassierte die erste Auswärtsniederlage unter Stevens. Die Hoffenheimer holten nach zuvor drei Niederlagen in der Rückrunde den ersten Sieg.

VfB-Neuzugang Dié darf erst kurz vor Schluss ran

Beiden Teams war die Verunsicherung vom Anpfiff an anzumerken, die Partie war über weite Strecken ungemein zerfahren. Hoffenheim spielte mit dem meist wirkungslosen Ex-Stuttgarter Sven Schipplock im Angriff, nachdem Adam Szalai wegen eines Infekts fehlte. Für den verletzten Tobias Strobl lief David Abraham in der Innenverteidigung auf, für den gesperrten Eugen Polanski im defensiven Mittelfeld der spätere Matchwinner Rudy.

Huntelaar Beim VfB drückte der Ex-Hoffenheimer Vedad Ibisevic zunächst ebenso die Bank wie zunächst Neuzugang Geoffroy Serey Dié von der Elfbeinküste. Der Afrika-Meister, für 400.000 Euro vom FC Basel gekommen, hatte am Freitag erstmals mit der Mannschaft trainiert und durfte erst in der 87. Minute auf den Platz.

Schwieriges Spiel für den Schiedsrichter

Keines der beiden Teams fand in der niveaulosen ersten halben Stunde seine Linie. Auch die Hoffenheimer Offensive um Firmino war wirkungsschwach, zumal dem unter der Woche erkrankte Kevin Volland sichtlich die Power fehlte. Die Führung fiel dann überraschend, als Firmino die Verwirrung in der Stuttgarter Abwehr nutzte und ins linke Eck schoss.

Gladbach Auch Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) hatte Mühe, bei den vielen Nickligkeiten auf beiden Seiten. Unerwartet fiel dann der Ausgleich für den VfB. Sakai schoss Abwehrchef Emin Bicakcic so glücklich an, dass TSG-Keeper Oliver Baumann keine Chance hatte.

Hoffenheim später technisch stärker

Auch nach der Pause taten sich beide Mannschaften schwer, zeigten sich spielerisch allerdings leicht verbessert. Der eingewechselte Sead Salihovic versuchte, die Aktionen der Gastgeber etwas zu ordnen. Prompt kam Firmino zu einer hochkarätigen Chance, doch Schlussmann Sven Ulreich konnte den Ball gerade noch abwehren (58.).

Spät erst besannen sich die Hoffenheimer auf ihre technischen Möglichkeiten und hatten die Stuttgarter sicher im Griff. Anthony Modeste prüfte in der Schlussoffensive der TSG noch einmal Ulrich, Kapitän Andreas Beck schoss am Tor vorbei - ehe Rudy einen Konter zum 2:1 vollendete. (dpa)