Vanuatu

Vanuatu. Keine willkürliche Aneinanderreihung von Vokalen und vereinzelten Konsonanten.

Vanuatu. Ein laut Wikipedia „souveräner Inselstaat im Südpazifik“, bestehend aus 83 Inseln und Inselchen, auf denen zum Teil noch mittels Tauschhandel bezahlt wird.

Vanuatu. Auf Platz 191 der 209 Ränge umfassenden Fifa-Weltrangliste. Teilnahmen an Weltmeisterschaften: null. Spiele bei Ozeanien-Titelkämpfen: 32 - davon wurden 23 verloren.

Vanuatu. Hat ein Nationalstadion. Mit Naturrasen und 6500 Plätzen.

Was soll das alles? Ganz einfach: In Vanuatu, auf diesem wunderschönen Fleckchen Erde, das direkt aus der Fantasie eines Tourismus-Direktors entsprungen zu sein scheint, da feiern die Menschen bis heute.

Die Fußball-Weltmeisterschaft. Unsere Fußball-Weltmeisterschaft. 16 000 Kilometer östlich von Berlin herrscht noch immer Begeisterung über den Pokal. Freude über das 1:0 im Finale gegen Argentinien. Nachdem die ehemaligen Schutzmächte Frankreich und England alsbald die Segel streichen mussten in Brasilien, wandten sich die vielen Fußball-Fans auf den Inseln dem deutschen Team zu.

Bis heute freue man sich. Sagt der deutsche Honorar-Konsul. Der, welch Zufall, laut Agenturtext „erfolgreicher Unternehmer in der hiesigen Hotel-Branche“ ist.

Ein clevere Idee, den Tourismus anzukurbeln.

Warum aber immer so negativ?

Freuen wir uns doch lieber mit.