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Radsport

US-Dopingfahnder halten Beweise gegen Armstrong für "überwältigend"

10.10.2012 | 19:23 Uhr
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Die US-Antidoping-Behörde USADA kommt in ihrem Ermittlungsbericht zu dem Schluss, dass der Radprofi Teil des "hochentwickeltsten, professionellsten Dopingprogramms" aller Zeiten gewesen sei.Foto: afp

New York.  Die US-Antidoping-Agentur USADA kommt im Fall Lance Armstrong zu einem vernichtenden Urteil. Die Beweise gegen den siebenfachen Tour-de-France-Sieger seien "überwältigend", Armstrong am "hochentwickeltsten, professionellsten Dopingprogramm" beteiligt gewesen, das "die Sportwelt jemals gesehen hat".

Die Beweise für die Dopingpraktiken von Ex-Radprofi Lance Armstrong und seines früheren Teams US Postal sind nach Ansicht der US-Antidoping-Agentur USADA "überwältigend". Ihre Einschätzung verkündete die USADA im Zuge der Aktenübergabe an den Radsport-Weltverband UCI am Mittwoch. Demnach geht die Agentur "zweifellos von dem hochentwickeltsten, professionellsten und erfolgreichsten Dopingprogramm" aus, das "die Sportwelt jemals gesehen hat".

Der Bericht der USADA umfasst mehr als 1000 Seiten und beinhaltet unter Eid geleistete Zeugenaussagen von 26 Personen, darunter 15 Radfahrer. Das Schreiben sollte zunächst der UCI, der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und der World Triathlon Corporation (WTC), die unter anderem den Ironman auf Hawaii ausrichtet, übergeben werden. Danach wird das komplette Dossier auf der Internetseite der USADA veröffentlicht.

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"Traurige Wahrheit über trügerische Machenschaften"

Die Akte beinhalte nach USADA-Angaben zudem E-Mails, wissenschaftliche Daten, Labortests und Zahlungen, die Armstrong "den Besitz, den Gebrauch und die Weitergabe von leistungssteigernden Mitteln" nachweisen sollen. Gleichzeitig werde hierdurch die "traurige Wahrheit über die trügerischen Machenschaften eines Teams, das unzählige Millionen Dollar an Steuergeldern erhalten hat" offengelegt.

Unter den Zeugen ist unter anderem Edelhelfer George Hincapie. Der 39-Jährige fuhr bei dessen Siegen an der Seite Armstrongs. Er veröffentlichte am Mittwoch eine Erklärung, in der er zugab, gelogen zu haben. "Wegen meiner Liebe zum Sport, dem Beitrag, den ich dazu geleistet habe und den Wert, den das Radfahren mir über die Jahre gegeben hat, fällt es mir sehr schwer heute zuzugeben, dass ich in meiner Karriere zeitweise verbotene Mittel genommen habe."

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Colorado Springs, 24.08.12: Lance Armstrong steht unmittelbar vor einer lebenslangen Sperre und dem Verlust seiner sieben Tour-de-France-Titel. Dies teilte die US-Anti-Doping-Agentur mit. Drei der Tour-Siege fallen nun ausgerechnet Jan Ullrich zu.

Er habe, gestand Hincapie, "in meiner Karriere als Profi früh gemerkt, dass ich angesichts des weitverbreiteten Gebrauchs von leistungssteigernden Mitteln bei den Radfahrern im Spitzenbereich ohne diese Mittel nicht auf höchstem Niveau hätte mithalten können".

UCI will geforderten Sanktionen wahrscheinlich folgen

Ende August hatte die USADA eine lebenslange Sperre für Armstrong ausgesprochen und beantragt, dass alle Ergebnisse des Texaners seit dem 1. August 1998 inklusive seiner sieben Siege bei der Tour de France gestrichen werden sollen. Die Titel kann allerdings nur die UCI offiziell aberkennen.

UCI-Präsident Pat McQuaid deutete unlängst an, den vorgeschlagenen Sanktionen der USADA entsprechen zu wollen . "Solange die Dokumente keine erheblichen Mängel aufweisen, hat die UCI nicht die Absicht, vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS zu ziehen. Wir brauchen aber Zeit zur Überprüfung", hatte der Ire gesagt. (sid/rtr)

Kommentare
11.10.2012
10:06
US-Dopingfahnder halten Beweise gegen Armstrong für
von buntspecht2 | #5

Das ganze wird Armstrong wohl am A....... vorbeigehen

11.10.2012
08:44
US-Dopingfahnder halten Beweise gegen Armstrong für
von Jaheiwa | #4

Ein Glück, daß der Uli Hoenes uns erklärt hat, daß der Fußball ein Manschaftssport ist bei dem es auf Ausdauer und Schnelligkeit nicht so ankommt....
Sonst käme man wohlmöglich noch auf ganz absurde Gedanken .

11.10.2012
07:53
US-Dopingfahnder halten Beweise gegen Armstrong für
von neunmalklueger | #3

...Vorschlag: einfach Doping im Radsport legalisieren.
Es gewinnt dann nicht irgendein Rennstall, sondern das professionellste Dopinglabor. :)

11.10.2012
04:46
Mag sein, aber...
von sellerieschubser | #2

ändern? Ändern wird sich bestimmt nichts!

10.10.2012
20:01
US-Dopingfahnder halten Beweise gegen Armstrong für
von donjose | #1

McQuaid wird so lange rumeiern bis die Verjährungsfristen abgelaufen sind und die UCI nicht mehr tätig werden kann.

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