Das aktuelle Wetter NRW 26°C
Sport

US-Dopingagentur klagt Armstrong an

14.06.2012 | 11:09 Uhr

Die US-Anti-Doping-Agentur USADA hat den siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong formal des Dopings angeklagt.

Los Angeles/München (SID) - Lance Armstrong muss wieder zittern: Die US-Anti-Doping-Agentur USADA hat den siebenmaligen Tour-de-France-Sieger formal des Dopings angeklagt. Armstrong wurde umgehend für alle Wettkämpfe gesperrt. Die Sperre gilt auch für die Triathlon-Wettbewerbe, an denen der 40-Jährige seit dem Ende seiner Radsport-Laufbahn im vergangenen Jahr teilnimmt. Bei einer Verurteilung droht dem Amerikaner neben einer lebenslangen Sperre auch die Aberkennung seiner Titel.

In einem 15 Seiten umfassenden Dokument wirft die Agentur Armstrong langjährige Doping-Manipulation vor. So seien Blutproben des Texaners aus den Jahren 2009 und 2010 "übereinstimmend mit Proben, an denen Blutmanipulationen, einschließlich EPO-Missbrauch und/oder Bluttransfusionen vorgenommen wurden".

Neben Armstrong erhielten fünf weitere Personen aus dem Umfeld von Armstrongs ehemaligen Team US-Postal ein identisches Schreiben, darunter offenbar auch Teammanager Johann Bruyneel. Der Ziehvater Armstrongs gehört heute zur Führungsriege des Teams RadioShack. Sie werden beschuldigt, in der Zeit von 1998 bis 2011 an einer regelrechten Doping-Verschwörung beteiligt gewesen zu sein. So wird Armstrong der Handel und die Anweisung zum Gebrauch von Doping zur Last gelegt.

Die USADA führt seit längerem eigene Untersuchungen gegen Armstrong durch. Im Februar hatte die US-Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen ohne Angaben von Gründen eingestellt, damit musste der gebürtige Texaner keine strafrechtlichen Konsequenzen mehr fürchten.

Armstrong bestätigte die Anklage der USADA, wies die Vorwürfe aber entschieden zurück. "Ich habe nie gedopt und war im Gegensatz zu vielen meiner Ankläger 25 Jahre als Ausdauer-Athlet aktiv, ohne das meine Leistung plötzlich angestiegen ist, sagte Armstrong. Er sei mehr als 500-mal auf Doping hin kontrolliert worden und habe alle Tests bestanden.

sid

Facebook
Kommentare
Lahm-Rücktritt
Philipp Lahms Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft...
 
Fotos und Videos
Interessanter Fußball Abend an der Munscheidstraße
Bildgalerie
Stadtmeisterschaft 2014
Aus dem Ressort
Real-Supermärkte wollen DFB-Adler als Marke löschen lassen
Werbe-Streit
Der Adler ist das Symbol für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Der DFB hat den Vogel als Marke eintragen lassen — aber der Markenschutz könnte bald fallen: Die Supermakt-Kette Real hat die Löschung des DFB-Adlers als Marke beantragt.
Rauball kontert - keine Länderspiele mehr in Bremen?
Rauball-Interview
Bremen will als erstes Bundeslang die Deutsche Fußball Liga (DFL) für Polizeieinsätze bei Risikospielen zur Kasse bitten. Ligapräsident Reinhard Rauball reagiert darauf "mit großem Unverständnis" und kündigte an, sich zur Not mit allen juristischen Mitteln zur Wehr zu setzen. Ein Interview.
Real-Supermärkte wollen DFB-Adler als Marke löschen lassen
Werbe-Streit
Der Adler ist das Symbol für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Der DFB hat den Vogel als Marke eintragen lassen — aber der Markenschutz könnte bald fallen: Die Supermakt-Kette Real hat die Löschung des DFB-Adlers als Marke beantragt.
Trainer Lucien Favre schwärmt vom Gladbacher Nachwuchs
Gladbach
Am Montagmittag ist der Tross von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach nach einer Woche Trainingslager am Tegernsee in Düsseldorf gelandet. Trainer Lucien Favre und Manager Max Eberl ziehen ein Fazit über die Saisonvorbereitung im Luxuskurort Rottach-Egern.
BVB bei Immobile-Debüt nur 1:1 im Test in Osnabrück
BVB-Testspiel
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund ist im Testspiel beim Drittligisten VfL Osnabrück nicht über ein 1:1 (0:1) hinausgekommen. Für das Team von Trainer Jürgen Klopp traf Spielmacher Henrikh Mkhitaryan, Neuzugang Ciro Immobile feierte sein Debüt im schwarzgelben Trikot.