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Doping

UCI-Präsident will Dopingsünder im Radsport begnadigen

08.09.2012 | 13:29 Uhr
UCI-Präsident will Dopingsünder im Radsport begnadigen
Wurde von der Usada lebenslang gesperrt: Lance Armstrong. Die UCI wartet noch auf die Beweismittel, die zur Strafe für Armstrong geführt hatten.Foto: imago

Brands Hatch.  Dopingsünder könnten im Radsport im Falle eines Geständnisses bald begnadigt werden. Der Vorsitzende des Radsport-Weltverbandes UCI, Pat McQuaid, will sich in diesem Monat für eine Straffreiheit für Fahrer und Offizielle einsetzen, um die Sportart nach einer von Doping überschatteten Ära zu säubern.

Pat McQuaid will dem Radsport mit dem Vorschlag einer Begnadigung von Dopingsündern wieder auf die Beine helfen. Der Vorsitzende des Radsport-Weltverbandes UCI plant, sich noch in diesem Monat für eine Straffreiheit für Fahrer und Offizielle einzusetzen, um diese zu einem Geständnis zu bewegen.

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"Ich werde diesen Vorschlag selbst einbringen und freue mich, dass wir das wahrscheinlich umsetzen können", sagte der 63-jährige McQuaid der Nachrichtenagentur AP. Er will die Sportart nach einer von Doping überschatteten Ära säubern. Es gebe Raum für die Neuerung, sagte er weiter. Die Parameter und der Rahmen einer solchen Straffreiheit müssten noch genauer bestimmt werden. Die UCI wird demnach am 19. und 20. September über eine Einführung beraten.

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Derweil räumte McQuaid Dopingsünder Lance Armstrong geringe Chancen auf eine Wiederanerkennung seiner sieben Titel bei der Tour de France ein. Die amerikanische Anti-Doping-Agentur (Usada) hatte Armstrong im vergangenen Monat lebenslang gesperrt und ihm dessen Toursiege aberkannt. Die Entscheidung der Usadawerde nur angezweifelt, wenn es "ernsthafte Gründe" dafür gebe. Die UCI wartet noch immer auf die Beweismittel, die zur Strafe für Armstrong geführt hatten.

Wie das Schweizer IOC-Mitglied Denis Oswald der AP sagte, könnte Armstrong seine Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney auch im Falle einer Aberkennung seiner Tourtitel behalten. Unterschiedliche Interpretationen des Acht-Jahres-Statuts im Code der Welt-Anti-Doping-Organisation (Wada) machten dies möglich. Am Freitag wurde außerdem bekannt, dass Armstrong im Oktober nicht am Marathon in Chicago teilnehmen darf. Wegen seiner lebenslangen Sperre ist er dort nicht startberechtigt. (dapd)

Kommentare
09.09.2012
06:53
@Freespacer...
von mspoetnik | #4

...Sie glauben ernsthaft,dass es ehrliche Tourde France Teilnehmer gibt?
Bis man da mitfahren"darf",muß man so gut sein,wie man es ohne unerlaubte
Mittel nie wird.Das ist das Problem.

09.09.2012
02:06
UCI-Präsident will Dopingsünder im Radsport begnadigen
von Freespacer | #3

Seit vielen Jahren hört man immer wieder bei der Tour-de-France, dass der eine oder andere Radfahrer gedopt hat. Man hätte so einiges dagegen unternehmen können, um den Schaden am Sport abzuwenden. Diese Doping-Kontrollen sind da einfach nur ein Witz. Man müsste eine laufende Doping-Kontrolle auch als Abschreckung durchführen, dann erwischt man diese schon vor der Tour. Für mich ist der Zug schon abgefahren, dem Radsport kann man sowieso keine Ehrlichkeit bzw. Loyalität mehr erwarten. Hauptsache Dopen + Gewinnen, um mehr Kohle + Bonus rauszuschlagen, anstatt den Spaß + das Miteinander in den Vordergrund zu rücken. Ich werde weiterhin für eine sehr sehr lange Zeit keine Tour-de-France mehr anschauen und boykottiere es schon seit 2006. Jeder der nach der "Tour-de-France 2006" recherchiert, weiß dann auch warum. Mir tun nur die ehrlichen Radsportler bei der Tour leid, aber eine andere Sprache verstehen die Herrschaften nicht.

08.09.2012
20:02
UCI-Präsident will Dopingsünder im Radsport begnadigen
von MichaP | #2

So Aussagen machen den Radsport wohl dann komplett zum Schmuddelkind.

08.09.2012
16:17
UCI-Präsident will Dopingsünder im Radsport begnadigen
von 3Stefan3 | #1

Hää? Doping-Sünder begnadigen, und schwupps ist die gesamte Sportart jungfräulich rein? Wie albern ist das denn?!

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2012-09-08 13:29
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