TVR-Girls obenauf
18.02.2010 | 07:49 Uhr 2010-02-18T07:49:00+0100Refrath. Bei den Deutschen Schüler- und Jugendmeisterschaften in Wesel holte die 14 Jahre alte Janice Kaulitzky vom TV Refrath mit ihrer Mülheimer Partnerin Jasmin Wu völlig überraschend den Deutschen Meistertitel im Mädchendoppel U15.
Nachdem das Duo im Halbfinale die Turnierfavoritinnen in drei spannenden Sätzen besiegen konnte, waren es im Finale Jenny Wecker/Joyce Grimm aus Schleswig-Holstein, die mit 14:21, 16:21 den Kürzeren zogen. Nach Björn Hoedemaker (2002), Kim Buss (2005) und Mette Stahlberg (2006) ist Janice Kaulitzky, die vor eineinhalb Jahren von Bonn nach Refrath gewechselt war, die vierte Spielerin im TVR-Trikot, die einen Deutschen Nachwuchstitel einheimste.
TVR-Vereinschef Heinz Kelzenberg und Jugendcheftrainer Dominik Miltner zeigten sich überglücklich und waren sich einig: „Janice hat sich im letzten Jahr im Training sehr gut entwickelt und sich diesen Titel hart erarbeitet“. Auch für die Zukunft sind die Trainer zuversichtlich: „Die Familie wird in den nächsten Wochen aus Bonn in die Nähe von Refrath ziehen, so dass auch die täglichen Belastungen der Fahrten zum Training wegfallen“.
Neben Kaulitzky waren es einmal mehr Mette Stahlberg und Tabea Sänger, die für die Höhepunkte aus Refrather Sicht sorgten. Mette Stahlberg schaffte zwar bei ihren letzten Jugendmeisterschaften im Einzel (Platz 5) und im Mixed (Platz 9) nicht den Sprung aufs Treppchen, konnte jedoch im Doppel mit Lisa Heidenreich (Düren) Platz drei und damit eine Medaille erkämpfen.
Tabea Sänger scheiterte im Mädchendoppel und Mixed (mit Fabian Janik) im Viertelfinale und verpasste das erhoffte Edelmetall. Beide Male unterlag sie knapp in drei Sätzen höher eingestuften Gegnern. Im Mädcheneinzel hingegen stand die TVR-Athletin ganz kurz vor dem großen Coup: Beeindruckend souverän spielte sie sich ins Finale vor, in welchem sie überraschend auf Laura Wich (Schopfheim) traf. Leider fand Tabea Sänger in diesem Spiel kaum ein Mittel gegen diese Gegnerin und musste sich mit 13:21 und 17:21 geschlagen geben.
Heinz Kelzenberg: „Nach einer langen Verletzungspause von Mitte November bis Anfang Januar sind wir mit Tabeas Abschneiden sehr zufrieden und noch mehr mit den von ihr gezeigten Leistungen. Leider hat es im Finale nicht mehr ganz gepasst, aber sie wird sich diesen Titel in zwei Jahren holen“.
Nicht nur Mette Stahlberg und Tabea Sänger verpassten in Wesel knapp weitere Medaillen, sondern auch Raphael Beck, Fabian Janik und Mark Byerly, die alle in unterschiedlichen Disziplinen ihre Viertelfinalspiele in drei Sätzen verloren und somit mehrere fünfte Plätze erreichten.
Text: Heinz Kelzenberg, Fotos (Janice Kaulitzky): Marie Kelzenberg

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