Trainer Holtby

Es ist ein häufig gebrauchter Satz. Wenn ehemaliger Spieler, die Trainer geworden sind, gefragt werden, welcher ihrer ehemaligen Trainer sie am meisten geprägt habe, dann sagen sie sehr häufig so etwas wie: Jeder war auf seine Weise wichtig, von jedem habe ich das Beste übernommen.

Warum wir Ihnen das erzählen? Nun, uns fällt Lewis Holtby ein. Einst gehörte er den Aufsehen erregenden Bruchweg-Boys an, die unter Trainer Thomas Tuchel die Fußball-Bundesliga rockten.

Im Falle Holtby sieht es derzeit aber schwer nach Bruchweg-Karriere aus. Er spielte in Tottenham und Fulham und jetzt in Hamburg. Überall lief es eher so mittelgut für ihn und seine Mannschaftskollegen, weshalb die Trainer wechselten. In den vergangenen anderthalb Jahren hat Holtby nach ersten groben Schätzungen acht (!) verschiedene Trainer gehabt. Andre Villas-Boas und Tim Sherwood in Tottenham, Rene Meulensteen und Felix Magath in Fulham sowie beim HSV in dieser Saison Mirko Slomka, Jo Zinnbauer, Peter Knäbel und nun Bruno Labbadia.

Klingt alles erstmal blöd. Aber wenn es doch so ist, dass man von jedem Trainer nur das Beste mitnimmt, dann dürfte Holtby - gerade mal 24 Jahre alt - in seiner Karriere hochgerechnet noch so 50 Trainer erleben und damit aus einem enormen Fundus schöpfen. Wir freuen uns daher schon auf den Trainer Holtby.