TOR

Früher - war auch in der Fußball-Bundesliga nicht alles besser. Im Gegenteil: Vieles war schlechter, ach, sagen wir, weniger professionell als heutzutage.

Allerdings entstanden auf diese Art und Weise solch’ für neutrale Beobachter lustige Geschichten wie zum Beispiel die vom 1. FC Köln, Eric-Maxim Choupo-Moting und einem Faxgerät, das im entscheidenen Moment streikte. Ein kurzer Rückblick: Weil der Hamburger SV den Vertrag seines Stürmers Choupo-Mouting im Winter 2010 nicht vorzeitig zu besseren Konditionen verlängern wollte, musste ein andere Lösung gefunden werden. Schnell waren sich die Hanseaten und der Spieler mit dem 1. FC Köln über eine Ausleihe einig.

Nur: Am 31. Januar drängte die Zeit, weil das Transferfenster um 18 Uhr schloss.

Also faxte Just Choupo-Moting, Vater und Berater des Stürmers, den unterschriebenen Vertrag um 17.49 Uhr von Hamburg nach Köln. Problem: Wegen einer Faxpanne kam nur eine Seite an - die mit der Unterschrift Eric-Maxims spuckte das Gerät in Köln erst nach 18 Uhr aus. Die Kölner schickten alles weiter an die Deutsche Fußball Liga, welche den Eingang für 18.13 Uhr protokollierte.

13 Minuten zu spät! Der Transfer war geplatzt.

Warum wir uns daran erinnern? Weil so etwas in Zukunft kaum mehr passieren kann und die Transferliste ausgedient hat. Mit Beginn der am 31. August endenden Wechselperiode hat die DFL das neu entwickelte Transfer-Online-Registrierungssystem (TOR) eingeführt, in welches die Klubs alle relevanten Daten direkt einpflegen. Schade eigentlich.