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Team-Tour: DSV-Adler segeln am Podest vorbei

17.02.2013 | 18:58 Uhr
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Deutschlands Skispringer haben im letzten Wettkampf vor der WM das erhoffte Podest mit Platz vier denkbar knapp verpasst.

Oberstdorf (SID) - Deutschlands Skispringer haben im letzten Wettkampf vor der WM das erhoffte Podest denkbar knapp verpasst. Angeführt von Severin Freund und Einzel-Sieger Richard Freitag landete das DSV-Quartett im Mannschaftsfliegen von Oberstdorf auf dem undankbaren vierten Platz. Den Tagessieg holte sich vor 9600 Zuschauern Norwegen, das in der Gesamtwertung der Team-Tour Slowenien von Rang eins verdrängte und nach 2009 wieder den 100.000-Euro-Jackpot knackte.

Das deutsche Quartett mit Freund (Rastbüchl), Freitag (Aue), dem ebenfalls starken Michael Neumayer (Berchtesgaden) sowie Andreas Wank (Oberhof) sammelte 1521,1 Punkte. Damit fehlten nur wenige Meter zu den zweitplatzieren Österreichern (1529,3) und Slowenien (1523,6). Die Norweger blieben mit 1577,1 Punkten eine Klasse für sich. In der Team-Tour-Wertung landete Deutschland wie im Vorjahr nur auf dem vierten Platz.

Stark präsentierte sich am Sonntag Freund mit Flügen auf 205,0 und 205,5 Meter. Dabei hatte der Niederbayer wegen eines lädierten Schuhs noch den Probedruchgang verpasst. "Unser Techniker hat bravouröse Arbeit geleistet. Vielleicht ist es manchmal nicht schlecht, keinen Pobesprung zu haben. Dann denkt man nicht so viel nach", sagte Freund.

Freitag segelte im ersten Durchgang auf gute 205,0 Meter, musste beim zweiten Flug aber nach 196,0 Metern eine Notlandung setzen. "Der Sprung war eigentlich ganz gut. Unten habe ich zu viel gemacht, und dann ist der Vorderski weggeklappt. Das war eher ein eigener Fehler", sagte der 21-Jährige. Schwächen zeigte dagegen Wank, der noch mit Andreas Wellinger um den vierten Platz im WM-Team kämpft.

Beim Einzelfliegen am Samstag hatte Freitag mit Flügen auf 209,0 und 206,5 Meter seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Der 21-Jährige verwies mit 409,8 Punkten den Norweger Andreas Stjernen (409,5) und Vierschanzentournee-Gewinner Gregor Schlierenzauer (Österreich/409,0) denkbar knapp auf die Plätze. Ganz oben auf dem Treppchen hatte Freitag zuvor nur im Dezember 2011 in Harrachov gestanden.

sid

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