Sven Kästner kritisiert den Olympischen Sportbund

„Ich erwarte, dass man mit uns redet“, sagt Sven Kästner, Leiter des Stützpunktes in Winterberg, und kritisiert damit den Olympischen Sportbund.

Winterberg.. Die offenbar geplante Zwangsfusion des Olympiastützpunktes Westfalen in Dortmund und seinen Ablegern in Winterberg, Warendorf und Bochum (wir berichteten in der gestrigen Ausgabe) mit Köln und Essen schlägt hohe Wellen.

Ein Gespräch mit Sven Kästner, Stützpunktleiter in Winterberg über die Auswirkungen.

Die Landesregierung und der Deutsche Olympische Sportbund planen eine Fusion der Standorte. Hat man Sie darüber in Kenntnis gesetzt?

Sven Kästner: Wir haben das mehr oder weniger nur aus der Presse entnehmen müssen. Offiziell haben wir keine Information darüber, schon gar nicht darüber, was das für uns bedeutet und wie die Betreuung der Kaderathleten inhaltlich und personell sicher gestellt werden soll.

Wessen Versäumnis ist das?

Kästner: Von der Kommunikation her ist das unschön. Der DOSB hätte uns als Interessenvertretung der Spitzenverbände in Kenntnis setzen müssen.

Ist eine Zwangsfusion sinnvoll?

Kästner: Ich will das erst einmal nicht groß bewerten. Aber ich erwarte, dass zeitnah jemand mit uns redet, wie das aussehen könnte. Fährt dann zukünftig ein Trainingswissenschaftler aus Essen nach Winterberg? Bei all diesen scheinbar wichtigen Diskussionen sollte das Wohl der Athleten nicht in Vergessenheit geraten.