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Stumpfer Schnee beschert Kircheisen Bronze

23.02.2013 | 00:19 Uhr

Val di Fiemme. Björn Kircheisen (Foto) bejubelte ausgelassen sein bronzenes Happy End im WM-Krimi der Nordischen Kombinierer, über das Gesicht von Skispringerin Carina Vogt huschte nach ihrem fünften Rang zumindest ein verhaltenes Lächeln. Mit dem dritten Platz im dramatischen Einzelwettbewerb bescherte Kircheisen den deutschen Ski-Assen am Freitag die erste Medaille bei den Weltmeisterschaften in Val di Fiemme. Als Weltmeister durften sich der Franzose Jason Lamy Chappuis und Amerikas Skispringerin Sarah Hendrickson feiern lassen.

„Ich freue mich riesig über die Medaille und bin glücklich mit Bronze, denn Silber von Weltmeisterschaften habe ich schon genug“, sagte Kircheisen und fügte hinzu: „Der vierte Platz wäre nach dieser Leistung übel gewesen.“ Das WM-Blech hielt der entthronte Titelverteidiger Eric Frenzel in den Händen, der nach dem packenden Finish völlig ausgepumpt neben Kircheisen im Schnee lag.

In einem spannenden Finale musste Kircheisen nach einem Sprung von der Normalschanze und dem 10-Kilometer-Langlauf Olympiasieger Lamy Chappuis aus Frankreich um die Winzigkeit von 0,3 Sekunden Gold überlassen. Der Österreicher Mario Stecher lag nach Fotofinish um eine Zehntelsekunde vor dem 29-Jährigen. „Ich habe mich leicht vorne gesehen. Eigentlich wollte ich es auf der Zielabfahrt packen, aber der Schnee war zu stumpf“, berichtete Kircheisen.

Als Kircheisen bei der Blumenzeremonie aufs Podium sprang, applaudierte auch Bundestrainer Hermann Weinbuch dem Routinier, der seine insgesamt zehnte WM-Medaille am Abend bei der offiziellen Siegerehrung umgehangen bekam. „Wir haben uns hier hervorragend präsentiert. Chappuis hatte den besseren Ski“, befand Weinbuch. Eine leichte Enttäuschung über den Rennausgang konnte er jedoch nicht verbergen: „Wir hatten zwei Leute in bester Position. Da wollten wir auch zwei Medaillen.“



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