Störenfried zu sechs Monaten Haft verurteilt

Seinen Sprung in die Themse während des legendären Ruder-Wettstreits zwischen den Universitäten Oxford und Cambridge hat dem Australier Oldfield eine Gefängnisstrafe eingebracht.

London (SID) - Seinen Sprung in die Themse während der 158. Auflage des legendären Ruder-Wettstreits zwischen den Universitäten Oxford und Cambridge hat dem Australier Trenton Oldfield eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten eingebracht. Der 36-Jährige war Anfang April bei dem traditionsreichen Rennen zwischen den Londoner Stadtteilen Putney und Mortlake im Wasser aufgetaucht, um mit der Aktion gegen "Elitedenken" zu protestieren. Der Wettkampf hatte für eine halbe Stunde unterbrochen werden müssen.

"Sie weisen nicht auf Ungleichheit hin, indem Sie sich das Recht herausnehmen, den Spaß anderer Leute zu stören", sagte Richterin Anne Molyneux. Oldfield habe sich gefährlich und unverhältnismäßig verhalten.

Das Rennen hatte der Cambridge-Achter mit dem Bonner Moritz Schramm gewonnen. Beim 81. Sieg profitierte Cambridge vom Pech des Leverkuseners Hanno Wienhausen, dem das Ruderblatt brach.