Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Sport

Stephens schlägt Serena Williams im Viertelfinale

23.01.2013 | 08:34 Uhr

Serena Williams ist bei den Australian Open völlig überraschend schon im Viertelfinale ausgeschieden. Titelverteidigerin Wiktoria Asarenka aus Weißrussland machte es besser.

Melbourne (SID) - Topfavoritin Serena Williams ist bei den Australian Open in Melbourne völlig überraschend schon im Viertelfinale ausgeschieden. Die an Position drei gesetzte Wimbledonsiegerin musste sich im amerikanischen Generationenduell der 19-jährigen Sloane Stephens in 2:17 Stunden mit 6:3, 5:7, 4:6 beugen.

Enttäuscht verließ die Williams die Rod-Laver-Arena, während Stephens von den 15.000 Zuschauern frenetisch gefeiert wurde. "Ich kann es nicht fassen, oh meine Güte. Meine Großeltern zuhause werden ausflippen. Sie haben alles am Computer gesehen", sagte Stephens.

Es war die erste Niederlage von Williams nach zuvor 22 Erfolgen in Serie. Seit den French Open Ende Mai 2012 hatte die 15-malige Grand-Slam-Siegerin nur einmal verloren - Mitte August in Cincinnati gegen Angelique Kerber (Kiel). Damit verpasste die jüngere der Williams-Schwestern auch die Chance, nach dem ersten Major-Turnier des Jahres wieder die Führung im WTA-Ranking zu übernehmen.

Serena Williams musste im zweiten Satz beim Stand von 5:4 wegen einer Rückenverletzung eine medizinische Auszeit nehmen. Im dritten Durchgang zertrümmerte die 31-Jährige aus lauter Frust ihr Racket, pfefferte es unter ihre Bank und erhielt eine Verwarnung. US-Open-Gewinnerin Williams, die in der vergangenen Saison eine Bilanz von 58:4 Siegen hatte, unterliefen 48 unbedrängte Fehler. Sie ermöglichte Stephens acht Breakchancen, von denen diese fünf nutzte.

Die Weltranglisten-25. Stephens steht nach dem größten Triumph ihrer bisherigen Karriere erstmals im Halbfinale eines Grand-Slam-Tournaments. Dort trifft der Teenie bereits am Donnerstag auf Titelverteidigerin Wiktoria Asarenka. Die topgesetzte Weißrussin hatte im ersten Viertelfinale des Tages die ungesetzte Swetlana Kusnezowa (Russland) 7:5, 6:1 bezwungen.

In der Rod-Laver-Arena hatte Asarenka am Mittwoch zunächst große Probleme gegen die stark aufspielende Kusnezowa. Die einstige French-Open- (2009) und US-Open-Gewinnerin (2004) aus Russland, vor sechs Jahren schon einmal die Nummer zwei der Welt, war wegen einer Knieverletzung in der vergangenen Saison bis auf Platz 75 des Rankings abgestürzt.

Asarenka lag im ersten Satz mit 1:4 in Rückstand, minimierte dann aber ihre Fehlerquote und nahm der 27-jährigen Kusnezowa den Aufschlag zur eigenen 6:5-Führung ab. Nach 67 Minute verwandelte die Titelverteidigerin ihren dritten Satzball. In ihrer Box jubelte ihr Freund, der amerikanische Rapper Redfoo, der passenderweise ein T-Shirt mit der Aufschrift "Bleib' ruhig" (keep calm) trug.

Im anderen Semifinale stehen sich am Donnerstag die an Position zwei gesetzte Russin Maria Scharapowa und Li Na (China/Nr. 6) gegenüber.

sid

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7512573/create

Umfrage
Jens Keller bleibt Schalke-Trainer. Ist das die richtige Entscheidung?

Jens Keller bleibt Schalke-Trainer. Ist das die richtige Entscheidung?

 
Fotos und Videos
42. Schwimmfest in Neheim
Bildgalerie
SV Neptun
SSV Meschede - RW Erlinghausen 2:1
Bildgalerie
Landesliga
TuS GW Allagen - SV Hüsten 09 1:1
Bildgalerie
Bezirksliga
Grappling Turnier
Bildgalerie
MMA Bodenkampf
Aus dem Ressort
Ein Spiel Sperre für Dortmunds Torwart Weidenfeller
BVB
Borussia Dortmund muss den ersten Spieltag der nächsten Bundesliga-Saison ohne seinen Torwart Roman Weidenfeller bestreiten. Das Sportgericht des DFB sperrte den Schnapper, weil er am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison gegen 1899 Hoffenheim Rot gesehen hatte.
Bayern-Star Ribéry freut sich über seine "beste Saison"
FCB
Franck Ribéry spielt seit 2007 für den FC Bayern München. Die abgelaufene Spielzeit bezeichnet der französische Nationalspieler als seine wohl beste im Dress des deutschen Rekordmeisters. Im Champions League-Finale gegen Borussia Dortmund sieht er sein Team als Favorit.