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Stadler will Triathlon-Märchen fortsetzen

11.10.2007 | 22:16 Uhr

Mannheimer träumt vom dritten Triumph beim Original auf Hawaii. Die schärfste Konkurrenz kommt mit Al-Sultan und Bracht aus dem deutschen Lager. 2005 stoppten den Favoriten nur zwei Reifenpannen

Ruhrgebiet. Der Wettkampf findet fern der Heimat im Pazifik statt, doch der Ironman-Klassiker auf Hawaii am Samstag entpuppt sich beim ersten Hinschauen nahezu als deutsche Meisterschaft. In Normann Stadler (Mannheim), Faris Al-Sultan (München) und Timo Bracht (Mannheim) kommen gleich drei der Topfavoriten auf den begehrtesten Triathlon-Titel der Welt aus Deutschland. In den vergangenen drei Jahren setzten sich Stadler (2004, 2006) und Al-Sultan (2005) die Krone der Ausdauersportler beim härtesten Langdistanz-Triathlon des Jahres auf.

"Ich glaube, dass uns unsere Mentalität gerade im Triathlon-Sport sehr hilft. Die typischen Tugenden wie Wille, Ausdauer, Kampf und Einstellung helfen beim Ironman sehr", erklärt Bracht, der sich mit seinem Sieg bei der EM in Frankfurt Ende Juni erstmals in den engeren Favoritenkreis für Hawaii gebracht hat. Heißeste Anwärter auf den Sieg sind aber Stadler und Al-Sultan. Besonders Stadler gehört seit seinem zweiten Erfolg vor einem Jahr zu den ganz Großen der Ironman-Szene.

"Nachdem ich mich nach zwei Reifenpannen beim Ironman Hawaii 2005 als Titelverteidiger geschlagen geben musste, war der Sieg im darauffolgenden Jahr schon eine große Genugtuung für mich", gesteht der 34-Jährige. In Frankfurt musste der Radfahrspezialist vor rund dreieinhalb Monaten zwar wegen Rückenbeschwerden aussteigen. Für das Rennen am Samstag sieht er sich aber gerüstet. "Die Verletzung ist inzwischen vollkommen ausgeheilt und ich fühle mich topfit. Meine Pläne haben sich dadurch nicht geändert", sagt Stadler. Er strebt seinen dritten Titel an.

Zu den größten Konkurrenten zählt in diesem Jahr wieder Al-Sultan, der in Frankfurt als Sechster ebenfalls die Erwartungen nicht erfüllen konnte. Für die Kraftprobe auf Hawaii, wo Hitze und starker Wind den Athleten vor allem beim Radfahren durch die Lavawüste alles abverlangen, sieht sich der Münchner dennoch gerüstet. "Die Vorbereitung lief gut. Ich war drei Wochen im Höhentraining in St. Moritz und drei Wochen in San Diego. Ich bin fit", sagt der 29- Jährige. Im vergangenen Jahr musste er sich neben Stadler auch dem Australier Chris McCormack geschlagen geben.

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