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Sportwetten: 80 Millionen Euro Steueraufkommen

12.02.2013 | 12:58 Uhr
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Die Länder haben allein im vergangenen Jahr durch Steuerzahlung von 80 Millionen Euro zwischen Anfang Juli und Ende Dezember 2012 vom Ertrag der Sportwettenanbieter profitiert.

Köln (SID) - Die Länder haben allein im vergangenen Jahr durch Steuerzahlung von 80 Millionen Euro zwischen Anfang Juli und Ende Dezember 2012 vom Ertrag der Sportwettenanbieter profitiert. Dies geht aus einem Bericht des Handelsblatts hervor.

Die Wettkonzerne versteuern fünf Prozent vom Wetteinsatz, womit sich hochgerechnet auf das komplette Jahr ein Umsatz von 3,2 Milliarden Euro ergibt. "Das ist ein klares Statement der seriösen privaten Anbieter, die den klaren Willen haben, Abgaben zu zahlen", sagte bwin-Deutschlandchef Jörg Wacker dem Sport-Informations-Dienst (SID). Auf das komplette Jahr hochgerechnet würden sich Steuerabgaben von 160 Millionen Euro errechnen.

Immer noch werden allerdings nur ein Bruchteil der tatsächlichen Wetterlöse den Finanzämtern gemeldet, viele Einnahmen werden von anderen Portalen im Internet auf dem Schwarzmarkt generiert. Der gesamte Sportwettenmarkt wird laut einer Goldmedia-Studie auf über 7 Milliarden Euro geschätzt.

Unternehmen wie bwin oder Tipico haben sich um eine Lizenz in Deutschland beworben und zahlen auch die entsprechenden Steuern. Allerdings sehen sich die Konzerne im Vergleich zu Portalen auf dem schwarzen Internetwettmarkt im Nachteil, denn diese können aufgrund der nicht entrichteten Steuern bessere Quoten anbieten.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) beschäftigt sich zurzeit mit dem deutschen Glücksspielrecht. Erst Ende Januar hatte der Bundesgerichtshof (BGH) dem EuGH wichtige Grundsatzfragen zum Glücksspielrecht vorgelegt. Allerdings dürfte eine europäische Rechtssprechung noch geraume Zeit in Anspruch nehmen. Mit einer Entscheidung ist frühestens in zwei Jahren zu rechnen.

Die privaten Wettanbieter befürworten seit vielen Jahren eine Liberalisierung des Wettmarktes in Deutschland. Allerdings wehren sie sich gegen den Steuersatz von fünf Prozent. "Das ist viel zu hoch, damit können wir nicht wirtschaftlich arbeiten", sagte Wacker im Handelsblatt. Denkbar wäre beispielsweise eine 20-prozentige Besteuerung auf den Brutto-Rohertrag. Der bisherige staatliche Monopolist Oddset hat in den letzten Jahren einen starken Umsatzrückgang zu verkraften.

sid

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