Warum die deutschen Handballer schon zufrieden sein dürfen

DHB-Torhüter Carsten Lichtlein lässt sich nach dem Achtelfinalsieg von den Fans feiern.
DHB-Torhüter Carsten Lichtlein lässt sich nach dem Achtelfinalsieg von den Fans feiern.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Die deutschen Handballer haben bei der Weltmeisterschaft bereits jetzt mehr erreicht, als man erwarten durfte. Noch höhere Ziele wären fehl am Platz.

Essen.. Und wieder rissen sie die Arme hoch, und wieder tanzten sie im Kreis. Deutschlands Handballer haben sich bei der Weltmeisterschaft in Katar in einen Rausch gespielt, ihre Begeisterung ist ansteckend. Sie arbeiten hochkonzen­triert, treten als Einheit auf – und glänzen auch individuell.

Beim souveränen Achtelfinalerfolg gegen Ägypten ragte Carsten Lichtlein heraus, der schon 34-jährige Torhüter, der jahrelang im Schatten von Henning Fritz, Johannes Bitter und Silvio Heinevetter stand. Fast alles, was durch das ohnehin engmaschig geknüpfte Abwehrnetz rutschte, wurde für ihn zur sicheren Beute.

Wohlwollen des Weltverbandes nötig

2007, als Heiner Brands legendäres Team im eigenen Land den Titel holte, gehörte der lange Lichtlein bereits zum Aufgebot, damals blieb er aber noch ohne Einsatz. Möglicherweise träumt er davon, noch einmal und dann mit hohem eigenen Anteil Weltmeister zu werden. Aber nicht nur er tut gut daran, auf dem harten Hallenboden der Realität zu bleiben.

Handball-WM Die Mannschaft hat jetzt schon mehr erreicht, als ihr zugetraut wurde, und es wäre falsch, sie nun mit hohen neuen Zielen zu belasten. Denn erst vor einem halben Jahr hatte sie die Qualifikation für Katar verpasst. Sie benötigte das Wohlwollen des Weltverbandes, um bei dieser WM spielen zu dürfen. Das sollte nicht vergessen werden.

Deutschland gegen Katar ab 16:30 Uhr live bei uns im Ticker.