Warsteiner Jan-Lennard Struff steht im Davis-Cup-Kader

Erhielt eine Einladung zum Davis Cup: Der Warsteiner Jan-Lennard Struff.
Erhielt eine Einladung zum Davis Cup: Der Warsteiner Jan-Lennard Struff.
Foto: Getty Images
Was wir bereits wissen
Der Warsteiner Tennisprofi Jan-Lennard Struff darf zum zweiten Mal mit dem Davis-Cup-Team auflaufen. Er freut sich auf das Match gegen Frankreich.

Warstein.. Große Freude beim Warsteiner Tennisprofi Jan-Lennard Struff: Gestern Mittag wurde der 24-Jährige für das Davis Cup- Match gegen Frankreich nominiert. Für Struff ist es die zweite Berufung in die „Tennis-Nationalmannschaft“.

5000 Zuschauer werden vom 6. bis 8. März die Fraport-Arena in Frankfurt/Main in ein Tollhaus verwandeln. In der Weltgruppe des Davis Cups trifft die deutsche Mannschaft auf den neunfachen Sieger Frankreich. „Ich freue mich schon wahnsinnig auf die Atmosphäre in Frankfurt. Letztes Jahr in Nancy habe ich ja schon einen Vorgeschmack von der Stimmung bei einem Davis Cup-Spiel bekommen. Das war schon sehr imponierend“, schwärmt Struff von der einmaligen eigentlich tennisuntypischen Atmosphäre.

Neuer Teamchef kennt Struff schon länger

Beim letzten Aufeinandertreffen beider Mannschaften setzte der damalige deutsche Teamchef Carsten Arriens auf eine junge Mannschaft, sortierte nach dem Eklat von Frankfurt (siehe Infobox) Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber aus, reiste mit einer komplett neuen Mannschaft an. Mit dabei war unter anderem auch Jan-Lennard Struff, der damals zum ersten Mal Davis Cup-Luft schnuppern durfte. Damals musste Struff noch auf seine Chance warten. Ob der Suttroper in Frankfurt auf dem Platz steht, wird sich zeigen. „Ich hoffe natürlich, dass ich dieses Mal auf dem Platz stehen werde“, sagt Struff auf seine Chancen angesprochen. Die Querelen rund um Kohlschreiber, Haas und Co. sollten jedoch nun keine große Rolle mehr spielen.

Tennis „Ich denke schon, dass uns die Zuschauer in Frankfurt unterstützen werden“, schätzt Struff, der bereits wenige Tage vor der offiziellen Bekanntgabe von seiner Nominierung erfahren hat. „Der Teamchef hat mich bereits frühzeitig informiert und mir erklärt, dass ich in Frankfurt dabei sein werde“, erzählt der Warsteiner. Bereits nach dem Aus von Carsten Arriens und der Beförderung des damaligen Assistenten Michael Kohlmann zum Teamchef, hat der gebürtige Herdecker den Kontakt zu Struff gesucht. „Ich kenne ihn ja schon länger, da er bereits in Nancy dabei war. Nachdem er das Amt übernommen hat, haben wir uns bereits ausgetauscht“, erklärt Struff.

Turniere wird Struff bis zum Davis Cup-Match nicht mehr spielen. Der Fokus liegt auf dem Training. Am Montag trifft sich die deutsche Mannschaft in Frankfurt, um die Vorbereitung aufzunehmen.

Frankreich ohne Topspieler Monfils und Tsonga

Tennis Michael Kohlmann bemüht sich unterdessen, vor dem Spiel gegen Frankreich die Geschehnisse der Vergangenheit auszublenden. „Jeder weiß, dass so etwas nie wieder passieren darf“, betont Kohlmann, der auch die Rückkehr von Philipp Kohlschreiber rechtfertigte. „Ich habe gleich nach meiner Berufung mit Philipp telefoniert, und wir hatten ein sehr gutes Gespräch. Ich bin absolut überzeugt davon, dass er sich voll ins Team einbringen wird.“

Gegner Frankreich hat seine Mannschaft noch nicht nominiert. Die Topspieler Gael Monfils und Jo-Wilfried Tsonga werden nicht in Frankfurt spielen. „Dennoch sind die Franzosen der Favorit in diesem Spiel“, betont Kohlmann.

Neben Struff und Kohlschreiber nominierte Kohlmann für die Partie in Frankfurt den Doppelspezialisten André Begemann sowie Routinier Benjamin Becker. „Wir waren uns total einig“, sagt Kohlmann, der mit seinem Berater „Niki“ Pilic auf einer Wellenlänge liegt.