Volleyballer souverän im Halbfinale von Baku - Schwimmer glänzen

Julia Mrozinski auf Goldkurs: Die 15-Jährige gewann über 200 Meter Schmetterling.
Julia Mrozinski auf Goldkurs: Die 15-Jährige gewann über 200 Meter Schmetterling.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die deutschen Volleyballer nähern sich dem angestrebten Europaspiele-Gold, die deutschen Junioren-Schwimmer sammeln bereits fleißig Edelmetall. Für die Fechter endet hingegen auch der zweite Tag enttäuschend.

Baku.. Mit einer am Ende souveränen Vorstellung haben Deutschlands Volleyballer ihre Chance auf das erhoffte Gold bei den Europaspielen in Baku gewahrt und das Halbfinale erreicht. Der WM-Dritte setzte sich am Mittwoch nach zwei knappen Sätzen gegen Serbien mit 3:0 (26:24, 26:24, 25:17) durch und trifft nun auf Russland. "Wir sind sehr glücklich, aber in zwei Minuten reden wir schon über den nächsten Gegner", sagte Bundestrainer Vital Heynen. "Wir wollen hier Gold, aber es wird sehr schwer."

Für die weiteren deutschen Höhepunkte am zwölften Entscheidungstag sorgten erneut die Junioren-Schwimmer, die einmal Gold und vier weitere Medaillen holten. Die Florettfechterinnen blieben hingegen wie Britta Heidemann zuvor mit dem Degen ohne Edelmetall.

Volleyballer selbstkritisch

Im ersten Durchgang tat sich das Volleyball-Team von Bundestrainer Vital Heynen zunächst noch schwer, setzte sich aber nach einem 22:24-Rückstand dank eines überragenden Blockspiels durch. "Wir haben uns hier nicht mit Ruhm bekleckert", gestand Denis Kaliberda.

Europaspiele Christian Fromm sorgte mit einem Ass für die Entscheidung im zweiten Satz, der Außenangreifer war mit 19 Zählern punktbester Spieler des Siegers. Insgesamt holte die deutsche Mannschaft alleine 16 Punkte mit dem Block, der die serbischen Angreifer schier zur Verzweiflung trieb. Gegen den nächsten Gegner Russland gab es zum Auftakt die bislang einzige Niederlage, seitdem wurde kein Satz mehr verloren. "Wenn wir uns an Russland rächen können, bin ich froh", sagte Fromm.

Die Junioren-Schwimmer sammeln bereits fleißig Medaillen. Die 15-Jährige Julia Mrozinski sicherte sich überlegen den Titel über 200 Meter Schmetterling und dem deutschen Team das 13. Europaspiele-Gold. "Das ist sehr überraschend, aber auch sehr schön", sagte die Frankfurterin. Leonie Kullmann (400 Meter Freistil) holte wie Maxine Wolters (200 Meter Rücken) Silber. Zudem wurden die 4x100-Meter- Mixed-Freistilstaffel und Marek Ulrich (100 Meter Rücken) Dritte.

Boxerin Sarah Scheurich verpasste den Finalkampf um Gold durch eine klare Halbfinale-Niederlage gegen die Niederländerin Nouchka Fontijn und gewann Bronze.

Carolin Golubytskyi von Krämpfen gestoppt

Dagegen konnten die deutschen Florett-Damen eine gute Ausgangslage nicht zum Erfolg nutzen. Ein Trio um Carolin Golubytskyi schied im Viertelfinale aus, mit einem Sieg in der Runde der besten Acht wäre zumindest Bronze bereits sicher gewesen. Golubytskyi wurde vor ihrem Gefecht gegen die Italienerin Alice Volpi lange behandelt und unterlag klar mit 5:15. "Ich hatte einen Krampf in der Wade und im Fuß, das war sehr unangenehm. Man versucht nicht drüber nachzudenken, aber es zieht halt", sagte die WM-Zweite von 2013.

Europaspiele Anne Sauer scheiterte ebenso wie Eva Hampel in der dritten K.o.-Runde. "Wenn du drei im Viertelfinale hast, willst du auch eine Medaille, ganz klar. Die Chancen waren da", sagte Sven Ressel, Sportdirektor des Deutschen Fechter-Bundes. "Uns war klar, dass die Gefechte alle knapp werden."

Das deutsche Badminton-Team erhielt sich drei Medaillenchancen. Dieter Domke zog mit einem 2:0-Erfolg nach Sätzen gegen den Spanier Pablo Abian ins Achtelfinale ein. Raphael Beck und Andreas Heinz stehen mit dem dritten Sieg im dritten Spiel bereits im Doppel-Viertelfinale, ebenfalls die Runde der besten Acht erreichte das Duo Carola Bott und Jennifer Karnott. Fabienne Deprez schied mit ihrer zweiten Einzel-Niederlage hingegen aus. (dpa)