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Serena Williams krönt Traumjahr mit Masters-Triumph

28.10.2012 | 18:15 Uhr
Serena Williams trieb Scharapowa mit ihren kraftvollen Schlägen immer wieder in die Defensive.Foto: ap

Istanbul.  Zum dritten Mal hat Serena Williams die Tennis-WM gewonnen: Gegen Maria Scharapowa gewann sie im Masters-Finale mit 6:4, 6:3. Damit krönt sie ein Jahr, in dem sie insgesamt nur vier Matches verlor. Angelique Kerber hatte nach drei Gruppenniederlagen den Sprung ins Halbfinale verpasst.

Serena Williams streckte die Faust nach oben und konnte ihr Glück kaum fassen. Die Olympiasiegerin hat ihr Traumjahr mit dem Gewinn des dritten WM-Titels gekrönt und bleibt für Maria Scharapowa ein Schreckgespenst. Williams bezwang die Russin im Masters-Finale von Istanbul mit 6:4, 6:3. Damit ist die 31-Jährige die älteste Siegerin in der Geschichte des Saisonabschluss-Turniers.

Nach 1:29 Stunden verwandelte die Wimbledon- und US-Open-Siegerin ihren ersten Matchball und feierte vor 16.410 Zuschauern im Sinan Erdem Dome den neunten Sieg in Serie seit 2004 gegen Scharapowa. Die Weltranglistendritte, die in sechs Tagen 1,75 Million Dollar erspielte, hatte die Veranstaltung bereits 2001 und 2009 gewonnen.

Williams war die dominante Spielerin

In einer Neuauflage des olympischen Endspiels nahm Williams ihrer Gegnerin im Auftaktdurchgang den Aufschlag zum 3:2 ab. Mit ihrem sechsten Ass nutzte die Amerikanerin nach 45 Minuten den dritten Satzball. Auch in der Folge war die 15-malige Grand-Slam-Siegerin, die 2011 eine lebensgefährliche Lungenembolie erlitten hatte, die dominantere Spielerin.

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Mit ihren kraftvollen Grundschlägen trieb Williams French-Open-Siegerin Scharapowa immer wieder in die Defensive. Schnell ging die Amerikanerin auch im zweiten Satz mit 2:0 in Führung und ließ sich nicht mehr vom Erfolgsweg abbringen. Sie knackte damit auch die Preisgeld-Schallmauer von sieben Millionen Dollar in dieser Saison.

Nur vier Niederlagen für Williams im abgelaufenen Jahr

Die Doppel-Olympiasiegerin von London hat damit 2012 nur vier Matches verloren (58 Siege). Seit 1990 gab es keine bessere Erfolgsquote. Scharapowa indes verpasste ihren zweiten Masters-Titel nach 2004. Die Nummer zwei des Rankings wartet damit seit acht Jahren auf einen Erfolg gegen die jüngere Williams-Schwester, die seit 2007 nicht mehr gegen eine der beiden Ranglistenbesten verloren hat.

Im Halbfinale hatte sich die Amerikanerin mit 6:2, 6:1 gegen Agnieszka Radwanska (Polen) durchgesetzt. Scharapowa ließ Branchenführerin Wiktoria Asarenka beim 6:4, 6:2 kaum eine Chance. Immerhin konnte sich die Weißrussin damit trösten, als Spitzenreiterin ins neue Jahr zu gehen.

Angelique Kerber hatte nach drei Gruppenniederlagen den Sprung ins Halbfinale verpasst. Die Kielerin war die erste Deutsche nach Anke Huber 2001, die sich für die WM der besten achten Profis qualifizieren konnte. Das Doppel gewannen die Russinnen Maria Kirilenko und Nadia Petrowa durch ein 6:1, 6:4 gegen Andrea Hlavackova und Lucie Hradecka (Tschechien). Die Siegerinnen kassierten ein Preisgeld in Höhe von 375.000 Dollar.

Sechs Tage Ausnahmezustand am Bosporus

Der Sinan Erdem Dome war auch am Sonntag wieder zum Tollhaus geworden, als Williams und Scharapowa den lilafarbenen Court betraten. Frenetischer Jubel und orientalische Popmusik. Die Superstars staunten während der gesamten Woche nicht schlecht über die Begeisterungsfähigkeit der türkischen Fans.

Sechs Tage lang herrschte Ausnahmezustand am Bosporus - einer Gegend, in der Tennis noch auf den großen Durchbruch wartet. 'Die Veranstaltung hat aber die Art geändert, wie Tennis in diesem Land gesehen wird. Junge Leute haben Interesse bekommen', sagte Cengiz Dumus, der türkische Vizepräsident des Weltverbandes ITF.

Vier Bewerber um Ausrichtung des Masters

WTA-Chefin Stacey Allaster gab indes bekannt, dass sich Mexiko City, Singapur, die chinesische Stadt Tianjin sowie das russische Kasan um die Ausrichtung des Masters ab 2014 beworben haben. Die Entscheidung wird im Frühjahr 2013 fallen. Der Dreijahresvertrag mit Istanbul läuft nach der Veranstaltung im Oktober 2013 aus.

Keine allzu großen Sorgen macht sich Allaster um die künftige Präsentation der Frauen-Matches, obwohl der Sender Eurosport ab 2013 nach 14 Jahren keine Turniere der WTA-Tour mehr überträgt. 'Im Internet werden dafür mehr Live-Spiele als bisher zu sehen sein', sagte die WTA-Chefin. (sid)



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